Erstellt am 03. August 2016, 06:17

Ticket für den „Speckgürtel“. Gerald Burggraf über die Aufregung rund um den neuen VOR-Tarifplan.

Erst im Juli ist die Tarifplanänderung des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) in Kraft getreten. Die Aufregung darüber ist vielerorts groß. Während Gemeinden nahe der Wiener Stadtgrenzen profitiert haben, schauen vor allem jene Öffi-Nutzer aus Orten an den früheren Zonenaußengrenzen sowie innerhalb der Überlappungszonen, wie bei der Badner Bahn, durch die Finger.

Von der Überlegung her ist das neue System auch durchaus fairer. Denn im alten Modus zahlte ein Perchtoldsdorfer genauso viel wie ein Guntramsdorfer oder Münchendorfer. Fair ist anders. Doch auch die aktuelle Lösung ist nur bedingt der Weisheit letzter Schluss. Natürlich braucht es eine Zeit, bis sich die Menschen daran gewöhnt haben, aber ob die „A nach B“-Lösung wirklich mehr Leute in die Öffis locken wird, ist zu bezweifeln.

Gerade im direkten Wiener Umland gehört eine attraktive Lösung her. Preisgünstig und vor allem nachvollziehbar und einheitlich. Eine Art 365-Euro-Ticket für den „Speckgürtel“ täte sicher gut und wäre eine wirkliche Alternative zum Auto.