Erstellt am 03. August 2016, 05:50

von Alexander Wastl

Wohin schlägt das Pendel aus?. Alexander Wastl über Admiras Chance zur Rehabilitation.

Vereinzelt klatschten die Admira-Kicker nach dem Abpfiff in Richtung Publikum. Dann ging man etwas fassungslos und mit hängenden Köpfen in die Kabine. Beschämt und wütend, als hätte man gerade eine deftige Pleite gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner kassiert.

Dabei verlor man gegen eine tschechische Spitzenmannschaft, verkaufte sein Fell teuer. Es waren die Begleiterscheinungen a la Flutlicht, die am Nervenkostüm der Südstädter zerrten. Es folgte das Niederösterreich-Derby auswärts bei St. Pölten. Doch wer aufgrund des Liberec-Pannenspiels eine verunsicherte Admira erwartete, der wurde eines Besseren belehrt.

Die Südstädter hatten gegen St. Pölten eigentlich alles im Griff. Ein Sieg wäre trotz des Ausschlusses von Wostry möglich gewesen. Dem entgegen gab‘s wieder eine 1:2-Niederlage – durch einen Treffer in der 94. Minute. Der nächste Tiefschlag binnen weniger Tage: In den Admira-Kickern muss es nur so brodeln.

Die Frage ist nun: Wohin schlägt das Pendel aus? Wenn es das Trainerteam rund um Oliver Lederer schafft die Wut im Bauch der Spieler in positive – und kontrollierte – Energie umzuwandeln, kann sich Liberec jedenfalls auf einen heißen Rückspiel-Tanz gefasst machen.