Erstellt am 11. Mai 2016, 07:04

von Alexander Wastl

Neue Auslegung erstrebenswert. Alexander Wastl, über den möglichen Abgang von Alexander Friedl.

Bei der Admira sind aktive Urgesteine eine Rarität. General Manager Alexander Friedl kann mit fast 12 Jahren Amtszeit in unterschiedlichen Positionen durchaus als solches angesehen werden. Wenig Budget, dafür ein umso größerer Verantwortungsbereich: Der General Manager Posten in der Südstadt ist ein Knochenjob. „Den Job, den der Alex bei uns macht, machen bei einem anderen Verein Drei“, weiß auch Trainer Oliver Lederer über Friedls „Mädchen für alles“-Rolle Bescheid.

Da kann es dann eben auch (öfter) vorkommen, dass diverse Unterlagen für eine positive Lizenzierung zu spät oder gar nicht eingereicht werden. Eine negative und Image-schädigende Angelegenheit, die aber nicht über die sonst gute Arbeit hinwegtäuschen sollte. Dafür ist die aktuelle Meisterschaft Beweis genug: Die Admira hat sich in der Bundesliga etabliert, spielt kommende Saison zum sechsten mal in Folge in Österreichs höchster Spielklasse.

Dennoch besteht Handlungsbedarf, egal ob Friedl geht oder bleibt. Die Admira sollte den Posten des General Managers überdenken, eine neue Auslegung wäre erstrebenswert – angefangen bei einer etwaigen Entlastung durch Arbeitsteilung. Dann klappt‘s mit der Lizenz vielleicht auch wieder in erster Instanz.