Erstellt am 29. Oktober 2015, 05:57

von Christoph Dworak

Rasches Handeln ist unabdingbar. Christoph Dworak über das Ende des Tower-Streits.

Die Fakten in der „Süd-Tower“-Causa sprechen nicht für die Marktgemeinde Vösendorf. Das Landesgericht Wiener Neustadt hat die Gemeinde Ende September zur Zahlung von 22,2 Millionen Euro verdonnert. Zuzüglich der Zinsen in der Höhe von 8 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz. Rückwirkend mit 1. Jänner 2009!

Ganz zu schweigen von den Verfahrenskosten, die auch schon eine 7-stellige Euro-Summe ausmachen. Der ein Jahr zuvor – ebenfalls gerichtlich – bewirkte Vergleich hätte „nur“ 18 Millionen Euro ausgemacht.
Noch verwunderlicher: beide Streitparteien, die Gemeinde und die „Süd Tower Vösendorf GmbH“ kritisieren, man habe keine Gesprächsbasis gefunden.

Bei täglich anfallenden Zinsen in der Höhe von 8.000 Euro sollte vor allem die Marktgemeinde rasch an der Kommunikation interessiert sein, denn sämtliche Rückzahlungen gehen zulasten des Gemeindehaushalts. Heißt: den Sparkurs werden auch die Bürgerinnen und Bürger spüren.

Da werden auch die Kommunalsteuer-Millionen von SCS & Co nicht viel daran ändern.