Erstellt am 12. Oktober 2016, 07:51

von Alexander Wastl

Jugend allein ist zu wenig. Alexander Wastl, über die Krise beim SV Wienerwald.

Der Gebietsliga Süd/Südost droht ein herber Verlust. Mit dem SV Wienerwald kämpft ein absoluter Dauerbrenner gegen den Abstieg.

Die Sittendorfer hatten stets den Ruf, eine junge, kampfkräftige Mannschaft mit ansprechender Spielkultur zu sein. Richtig unangenehm also. Davon ist man heuer allerdings weit entfernt. Nach acht Runden und nur drei Punkten sieht es für den Verein, der seit 2002 durchgehend in der Gebietsliga spielt, ziemlich düster aus.

Dabei beendete man die letzte Saison noch im gesicherten Mittelfeld. Die Gründe für den Einbruch liegen auf der Hand: der Verein muss sich finanziell nach der Decke strecken. Im Sommer gingen zahlreiche Leistungsträger, ebenso Trainer Kautzner. Nach Spielerersatz wurde notgedrungen mittels Sichtungstraining gesucht, mit Michael Zulus holte man einen jungen, ambitionierten, aber auch unerfahrenen Trainer.

Der Weg der Jugend zeichnete die Sittendorfer in der Vergangenheit immer aus – heuer droht man, damit zu scheitern. Jugend allein schützt vor dem Abstieg nicht, die unerfahrenen Spieler brauchen Leitwölfe – sei es am Feld oder an der Seitenlinie.

Das musste auch Perchtoldsdorf im Vorjahr erkennen, wo nur ein „Tausch“ mit Mitterndorf vor dem Abstieg rettete.