Erstellt am 03. Februar 2016, 05:43

von Alexander Wastl

Top-Mann im Hintergrund. Alexander Wastl, über den Abschied von Rolf Landerl.

Der Abschied von Rolf Landerl zeichnete sich irgendwo ab. Schon im Winter stand ein Abgang im Raum. Nun heuert Landerl beim Vfb Lübeck an, wo er schon zwei Jahre als „Aktiver“ tätig war.

Die Beweggründe sind klar: Die Regionalliga in Deutschland ist ein klarer sportlicher Aufstieg, zudem ist Landerl dort der „Chef“. Als Amateurteam-Trainer musste der 40-jährige mit dem arbeiten, was ihm vorgesetzt wurde – und machte dabei einen hervorragenden Job.

Die Juniors durften sich nach der Vorsaison als bestes Amateurteam Österreichs – abgesehen vom „Bullen-Farmteam“ FC Liefering – rühmen. Mit Platz Fünf nach dem Herbst sind die Jung-Admiraner am besten Weg, dies zu wiederholen. Und das, obwohl die besten Spieler im (Halb-)Jahrestakt – im Idealfall Richtung Kampfmannschaft – gehen und gleichzeitig nachrückende blutjunge Akademie-Spieler neu integriert werden müssen.

Selten öffentlich gewürdigt, aber gerade für „Ausbildungsvereine“ wie die Admira absolut überlebensnotwendig: Landerl erfüllte seine Aufgabe mit Bravour. Zum Glück hat die Admira bis Sommer Zeit, einen neuen Top-Mann im Hintergrund zu finden. Denn die Wichtigkeit dieser Stelle steht der des Kampfmannschaftstrainers kaum nach.