Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:07

von Alexander Wastl

Vereinsführung ist leidtragend. Alexander Wastl über das Chaos in Hinterbrühl.

Als Außenstehender ist es nur schwer nachzuvollziehen, was derzeit beim ASV Hinterbrühl vor sich geht. Insgesamt neun Spieler kehrten mittlerweile – mitten in der Saison – dem Verein den Rücken. Während es schwerfällt, den oder die wahren Übeltäter in der Geschichte zu finden, sind die Gründe für die internen Spannungen leicht auszumachen.

Nach einer starken Rückrunde in der Vorsaison und einigen vielversprechenden Kaderveränderungen, herrschte bei Hinterbrühl Aufbruchsstimmung. Man galt als Geheimfavorit, setzte sich vielleicht zu hohe Ziele. Umso schmerzhafter ist nun für alle Beteiligten die bittere Realität. Mit sechs Punkten auf Platz zehn liegend befindet sich der ASV im absoluten Niemandsland. Das schlägt sich natürlich auf die Stimmung aller nieder, sei es nun der Trainer oder die Spieler.

Mit der Entscheidung, Coach Bernhard Bauer nach dem Rauswurf von Böhm und Mihaly den Rücken zu stärken, zeigte der Vorstand, rund um Obmann Baumgartner und Co., Standhaftigkeit.
Als Belohnung gab es jedoch nur einen noch größeren Scherbenhaufen. Auch eine Aussprache brachte keinen Erfolg. Wie es auch ausgeht: Am Ende werden wohl weder die abtrünnigen Kicker noch der Trainer eine langfristige Zukunft in Hinterbrühl haben.