Erstellt am 10. Dezember 2015, 05:58

von Alexander Wastl

Zweite Chance als Philosophie.

Großer Hype um Srdjan Spiridonovic nach seinen herausragenden Spielen zuletzt. Viele sehen "Speedy" schon jetzt im Dress eines "größeren" Vereins. Keine Frage, Spiridonovic besitzt außerordentliches fußballerisches Talent. Nur der einst schwierige Charakter, wie der 22-Jährige selbst eingesteht, verhinderte wohl, dass der Edeltechniker nicht noch immer das Trikot der Austria oder eines anderen Großklubs trägt. Dort wurde Spiridonovic wegen internen Vorfällen rausgeworfen. In Österreich zumeist das Todesurteil für die eigene Karriere, „Querdenker“ sind nicht gern gesehen. Ähnlich ging es auch Jörg Siebenhandl bei Wiener Neustadt. Vom Torhüter des Jahres zum Bankdrücker.

Der spielt übrigens auch für die Admira – und wie. Die Mödlinger haben neben der eigenen Jugendabteilung ein zweites Ass im Ärmel, um spärliche Finanzen zu kompensieren.

Schwierige Fälle, aber auch jene die nie ihre Chance bekamen, haben in der Südstadt immer einen Platz.

Dominik Starkl bekam bei Rapid kaum Einsätze und blüht bei der Admira auf. „Speedy“ spielte in Italien nur wenig und tanzt derzeit die Verteidiger der Spitzenklubs aus. Lange kann man derartige Aufsteiger freilich nur schwer halten. Die Admira hat aber sicher schon den nächsten „Problem-Boy“ am Radar.