Mödling

Erstellt am 15. Juli 2016, 04:17

Forst-Organe haben Auge auf Radfahrer. Mountainbiker sollen auf den genehmigten Routen bleiben, um Wanderern nicht in die Quere zu kommen.

Stadtrat Leo Lindebner (2.v.l.) mit den Umweltschutz-Organen der Bergwacht Mödling Bruno Wiederkum, Peter Heiden und Sonja Wiederkum. Willy Kraus  |  NOEN, Willy Kraus

Fakt ist, dass sich Mountainbiken rasant weiterentwickelt hat und sich größter Beliebtheit erfreut. Fakt ist aber auch, dass Schwarze Schafe unter den Bikern für mehr als nur Unmut sorgen: „Ich habe nichts dagegen, wenn Radfahrer im Wald unterwegs sind. Aber was bei uns abgeht, ist ein Wahnsinn“, erzählte ein Anrainer aus der Prießnitzgasse – die NÖN berichtete. „Du kannst dich als Fußgänger nicht mehr gefahrlos frei bewegen.“

Dass die Mountainbiker nicht auf genehmigten Routen, sondern auch auf den Wanderwegen und quer durch den Wald unterwegs sind, ist den Stadtverantwortlichen nicht verborgen geblieben. Deshalb laufen derzeit Bemühungen unter Einbindung aller Beteiligten, ein erweitertes und zeitgemäßes Streckennetz im Wienerwald zwischen Klosterneuburg/Weidling und Bad Vöslau/Lindkogel zu entwickeln: Single Trails (Wege nur für Biker), Shared Trails (von Wanderern und Bikern geteilte Strecken) und spezielle Trailparks sind im Gespräch. „Mit kurzfristigen konkreten Ergebnissen ist wegen der komplexen Thematik allerdings nicht zu rechnen“, meint Forststadtrat Leo Lindebner, ÖVP.

Bis dahin werden die Jagd-, Forst- und Umweltschutzorgane, als auch die NÖ Berg- und Naturwacht ein verstärktes Augenmerk darauf legen, dass nur die für Mountainbiker frei gegebenen Strecken – das sind die Thallern- und die Anningerstrecke – befahren werden. Diese Routen sind auf Mödlinger Terrain nahezu ident mit dem Verlauf der Anninger-Forststraße.

Biken abseits der Strecken ist teuer

Das Mountainbiken auf anderen Strecken kann teuer werden.

Mountainbiker, die Forststraßen und Wanderwege ohne Zustimmung des Waldeigentümers benützen oder durch den Wald fahren, können mit einer Verwaltungsstrafe mit bis zu 7.000 Euro bestraft werden.