Erstellt am 30. Oktober 2015, 11:09

Digitale Planungsgrundlagen als Basis für Bauprojekte. Die Ansprüche der Bürger an ihre Gemeinde als Dienstleister steigen laufend. Moderne Plangrundlagen sind deshalb für die heutige Gemeindeverwaltung unerlässlich.

v.l.n.r.: Ing. Werner Deringer (Baudirektor), DI Marita Widmann (Stadtbauamt), DI Christian Klug (Abteilungsleiter Geoinformation und Vermessung der Wiener Netze), DI Gerhard Möslinger (Geschäftsführer EVN Geoinfo), Mag. Michael Sob (EVN Geoinfo)  |  NOEN, EVN
Die Stadtgemeinde Mödling schlug bereits vor 13 Jahren einen innovativen Weg ein. Als eine der ersten Gemeinden im Bezirk, wurden Naturbestandsdaten in der Verwaltung eingesetzt.

Bei der Naturbestandsvermessung wird der Straßenraum mit Gebäuden, Zäunen, Gehsteigen und Einbauten detailliert vermessen. Bei Planungen von Bauprojekten, Straßenbauprojekten, Bauverhandlungen und in der täglichen Arbeit am Bauamt z.B. bei Anfragen der Bürger im Bauverfahren werden diese Daten bis heute verwendet.
 
Aufgrund der regen Bautätigkeit der letzten Jahre im Gemeindegebiet, finden regelmäßig gemeinsame Aktualisierungen der Bestandsdaten statt. Alle baulichen Änderungen werden eingemessen und in die Gesamtdaten integriert. Dadurch stehen der Gemeinde Mödling immer aktuelle Plangrundlagen für Projekte wie z.B. 2012 für den geförderten digitalen Leitungskataster zur Verfügung.

"Pläne sind unverzichtbare Grundlage aller Projekte"

„Die Pläne sind seit Jahren unverzichtbare Grundlage aller Projekte und wichtige Entscheidungsgrundlage bei nahezu allen Arbeiten. Sie bilden die Basis für bisherige und zukünftige Vorhaben der Stadt und deren BewohnerInnen“, meint DI Marita Widmann vom Stadtbauamt Mödling.

Erstellt und finanziert wurden die Daten gemeinsam mit den Energieversorgern Wiener Netze und EVN. Der Straßenraum wurde nur einmal vermessen, aber für die Dokumentation aller Energieversorgungsleitungen, als auch für die Wasser- und Abwasserleitungen verwendet.
 
Dazu DI Christian Klug, Abteilungsleiter Geoinformation und Vermessung der Wiener Netze: „Die gemeinsame Nutzung, von für alle Partner nur einmal erfassten Daten, stellt ein schönes Beispiel für effiziente und kostenoptimiert Verwaltung dar. Die Partnerschaft ermöglicht durch die Kostenteilung eine bessere Aktualität der Naturbestandsdaten und der Leitungsdokumentation, die den Bürgern zugute kommt.“
 
So sieht das auch DI Gerhard Möslinger, Geschäftsführer der EVN Geoinfo: „Dieses Kooperationsmodell hat sich bis heute in Mödling und vielen Gemeinden im Wiener Umland bestens bewährt. Gegenseitiger Datenaustausch und regelmäßige Aktualisierungen garantieren höchste Qualität der Plangrundlagen, bei geteilten Kosten. Digitale Plangrundlagen sind auch die Basis für bereits bestehende und sicher noch weitere kommende E-Government Anwendungen.“