Erstellt am 17. Juni 2016, 05:00

Kriegsrelikt im Wald entdeckt. Bei der Siegenfelderstraße wurde einen Teil einer Granate entdeckt. Ortschef Rainer Schramm: „Früher haben wir viel gefunden.“

Bei Arbeiten am Rübenfeld kullerte die verrostete, ungesicherte russische Granate den Feldbesitzern einfach entgegen. Der Entminungsdienst holte das Kriegsrelikt aus dem Zweiten Weltkrieg ab.  |  NOEN, Foto: zVg
Ein Spaziergänger entdeckte am 7. Juni, kurz vor 14 Uhr, in einem Waldstück in der Nähe der Siegenfelderstraße einen Gegenstand, der wie ein Überbleibsel aus dem letzten Weltkrieg aussah. Und er hatte Recht. Die herbeigerufene Polizeistreife informierte sofort den Entminungsdienst.

Dieser bestätigte, dass es sich um ein Leitwerk einer 8-cm Wurfgranate aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.
Bergung und Abtransport wurden dann auch vom Entminungsdienst in die Wege geleitet. Eine Gefahr für Menschen oder Eigentum habe nicht bestanden. Bürgermeister Rainer Schramm, Wir Gaadner, wusste von dem Vorfall anfangs nichts.

Als er davon erfuhr, zeigte er sich nicht sonderlich erstaunt, denn er erinnerte sich, als Kind immer wieder Kriegsrelikte gefunden zu haben: „Wir haben beim Bach immer wieder was gefunden und zur Polizei gebracht. Das selbst zu machen ist natürlich nicht zur Nachahmung empfohlen. In Gaaden waren ja Flak stationiert, bei mir im Garten, beziehungsweise in dem meiner Eltern, haben sich die russischen Panzer versteckt. Meine Eltern haben nach dem Krieg drei LKW voll mit Kriegsmaterial entfernt.“