Mödling

Erstellt am 19. Mai 2017, 04:42

von Christoph Dworak

Personal muss unterstützt werden. Zu wenig Kräfte, keine Chancen, Urlaub abzubauen – SP-Dringlichkeitsantrag zur Sicherung der Versorgung.

Stephan Pernkopf mit Standortleiter Burghard Plainer und Silvia Bodi (Tagesklinik).  |  Holding

Und schon wieder gibt es einen neuen politischen Verantwortlichen für die Landeskliniken. Nach Ex-Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka und Landesrat Karl Wilfing, hat nunmehr in der Ära von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf, alle ÖVP, diese Funktion inne.

Er ist aktuell auf Tour durch alle 27 NÖ-Klinikstandorte und hat die Vorstellungsrunde in Mödling absolviert: „Ich konnte mir persönlich ein Bild über die Spitzen-Leistungen der etwa 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen. In intensiven Gesprächen habe ich mich über die hervorragende Expertise und den großen Einsatz für die Patientinnen und Patienten überzeugt“, meinte Stephan Pernkopf.

"Sicherung der Gesundheitsversorgung in Mödling"

Dass es aber beim Personal offensichtlich einiges zu nachjustieren gibt, hat die Gemeinderatssitzung am Freitag gezeigt. Die SPÖ hat einen Dringlichkeitsantrag zur „Sicherung der Gesundheitsversorgung in Mödling“ in Mödling gestellt. Gemeinderat Edi Hochholdinger erklärte: „Es geht uns darum, die Arbeitsbedingungen und die Situation der Mitarbeiterinnen im Krankenhaus Mödling zu verbessern. Sie sind – bei aller Flexibilität und Einsatzbereitschaft – an einem Punkt angekommen, wo sie dringend Unterstützung benötigen, um weiterhin ihre hervorragende Arbeit leisten zu können.“

SP-Klubsprecherin Silvia Drechsler ergänzte. „Man soll zu niedergelassenen Ärzten ausweichen, um die Spitäler zu entlasten. Aber das wird immer schwieriger“, meinte Drechsler und verwies auf das jüngste Beispiel von Kinderärztin Ursula Vallazza, die den Kassenvertrag gekündigt hat .

Um die Stelle beworben habe sich noch niemand. Ergo „kann man nur sehr schwer ausweichen, die Katze beißt sich also selbst in den Schwanz“.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Für Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, ist „die Diskussion nicht neu“. Er werde in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter entsprechende Gespräche führen und „natürlich dafür eintreten, dass die bestmögliche Versorgung für die Bevölkerung gewährleistet bleibt“.

Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Für Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, ist „die Diskussion nicht neu“. Er werde in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter entsprechende Gespräche führen und „natürlich dafür eintreten, dass die bestmögliche Versorgung für die Bevölkerung gewährleistet bleibt“.