Laxenburg

Erstellt am 08. Juli 2017, 03:32

von Judith Jandrinitsch

Bäume gerodet: Ärger um Kahlschlag. Bäume gerodet ÖBB fällte Sträucher und Bäume entlang der Aspangbahn. Viele Laxenburger meinen: „Naherholungsgebiet zerstört“.

Der Kahlschlag entlang der Aspangbahn scheidet die Geister.  |  Wimmer

Viele Beschwerden gingen per Telefon und e-Mail in der NÖN-Redaktion ein. Der Tenor der Anrufer lautete folgendermaßen: „Es ist ein Wahnsinn, ein Gebiet, eines der letzten natürlichen Rückzugsorte für Flora und Fauna in Laxenburg, einfach abzuholzen. Das war ein Naherholungsgebiet, das von Spaziergängern und Radfahrern regelmäßig aufgesucht wurde. Und jetzt, noch dazu mitten im Sommer, rücken plötzlich die Bulldozer aus, schlugen Schneisen in den Waldgürtel, Bäume wurden samt ihren Wurzeln ausgerissen.“

Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP, erklärt, dass „die Gemeinde den ÖBB auf ihrem Grund keine Vorschriften machen kann“.

 „Ersuchte um schonende Vorgehensweise“

 Doch er hält fest: „Als mich Bürger darüber informiert haben, dass die Rodung doch sehr radikal betrieben wird, habe ich sofort Kontakt mit der von den ÖBB beauftragten Firma aufgenommen. Ich habe die Arbeiter gebeten, die Maßnahmen so schonend wie möglich durchzuführen. Wir konnten zumindest erreichen, dass die Abholzung der Sträucher gestoppt wurde. Diese bleiben jetzt bis zum Winter stehen.“ ÖBB-Pressesprecher Karl Leitner erklärt: „Wir haben die Arbeiten an eine Fremdfirma vergeben. Der Baumbewuchs ist im Sommer leichter auszunehmen als im Winter.

Außerdem ist es Ansichtssache, ob das Gelände entlang der Bahn als Naherholungsgebiet zu sehen ist. Wir müssen die Sicherheit entlang der Bahn gewährleisten, und es ist gesetzlich geregelt, dass die Fallhöhe eines Baumes entscheidend ist, wieweit in den Bahndamm hinein gerodet wird.“ Die ÖBB hätten grundsätzlich drei bis vier Meter von der Gleisachse aus gemessen, um den Bahndamm von Bäume freizumachen. Links des Bahndammes sei nach den gleichen Kriterien vorgegangen worden. Dass auch die Gemeinde die Firma beauftragt hätte, Schlägerungen durchzuführen, weist Dienst von sich.

„Es macht natürlich Sinn, aufgrund der Baumschlägerungen der Bahn die Bäume auf unserem Gemeindegrund von einem Sachverständigen untersuchen zu lassen. Das Gutachten entscheidet, ob wir die Bäume im Herbst fällen oder nicht.“ Dass auch die Gemeinde die Firma beauftragt hätte, Schlägerungen durchzuführen, weist Dienst von sich. „Es macht natürlich Sinn, aufgrund der Baumschlägerungen der Bahn die Bäume auf unserem Gemeindegrund von einem Sachverständigen untersuchen zu lassen. Das Gutachten entscheidet, ob wir die Bäume im Herbst fällen oder nicht.“