Erstellt am 07. Oktober 2015, 05:57

von Johannes Taschler

Nachts im Museum. Acht Schauplätze luden im Rahmen der „Langen Nacht der Museen“ zum Staunen ein. Fotomodell Robert war mit dabei.

Musiker Salah Ammo, Bürgermeister Robert Dienst, Kulturvereinsobmann Helfried Steinbrugger, Fotomodell Robert und Landesrat Karl Wilfing bei der Ausstellungseröffnung im Kulturtreffpunkt (v.l.).  |  NOEN, Johannes Taschler

Die Frage, wie stolz er ist, dass in Laxenburg gleich acht Schauplätze an der „Langen Nacht der Museen“ teilnehmen, ist für Bürgermeister Robert Dienst, ÖVP, eine leicht zu beantwortende: „Sehr! Für eine kleine Gemeinde wie Laxenburg ist das Angebot außergewöhnlich. Vor allem deshalb, weil jedes Museum eine Qualität für sich darstellt und bis Mitternacht oder sogar bis ein Uhr internationale Exponate zeigt oder besondere Erlebnisse bietet.

Letztes Jahr seien „über 1000 Besucher gezählt worden. Wir merken, dass sich die Leute von den großen, schon bekannten Museen abwenden und regionale Schauplätze aufsuchen“, weiß Robert Dienst. „Ich werde mir alles anschauen! Kein Auge bleibt trocken.“

„Wir sind stolz darauf, eine internationale Gemeinde zu sein."

Im Laufe des Abends wurde die Fotoausstellung „Fremdsein“ im neu renovierten Kulturtreffpunkt eröffnet. Passend zum Thema präsentierte Salah Ammo ebendort Musik aus seiner Heimat Syrien. „Wir sind stolz darauf, eine internationale Gemeinde zu sein. In Laxenburg gibt es 350 internationale Arbeitsplätze, wir haben 450 Einwohner, die keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzen und aus 41 verschiedenen Ländern der Erde stammen. So gesehen sind Flüchtlinge am Schlossplatz gar nicht als solche zu erkennen“, erläutert der Ortschef weiter. Trotz des großen Angebotes im Land NÖ hat sich Landesrat Karl Wilfing, ÖVP, für diesen Schauplatz ausgesucht.

„Die Stärke des Landes liegt vor allem in den kleinen, ehrenamtlich betreuten Museen. Außerdem ist der Titel dieser Ausstellung so aktuell, dass es mich interessiert hat, was sich dahinter verbirgt“, erklärt Wilfing, der sich von Robert, dem tätowierten Fotomodell, beeindruckt zeigte.