Erstellt am 01. Juni 2016, 07:05

von Judith Jandrinitsch

Wer ist „Ewig jung“?. Als „gewagt“ bezeichnet es Adi Hirschal, mit dem gleichen Stück wie im letzten Jahr reüssieren zu wollen.

Multitalent Adi Hirschal setzt mit seinem Team auch heuer wieder auf das Kultstück »Ewig Jung«.  |  NOEN, privat

„Eigentlich ist es eine sehr riskante Entscheidung, das gleiche Stück wie im letzten Jahr zu spielen“, meint Adi Hirschal, seit 2012 Intendant der Sommerspiele Laxenburg.

Doch er vertraut darauf, dass die „Leute tatsächlich wiederkommen“. Denn immerhin handelt es sich bei „Ewig Jung“ um „ein wirklich gut gebautes Stück übers Altwerden“, erklärt Hirschal.

Also ein zeitloses Thema, das früher oder später jeden trifft. Und die Senioren im Songdrama von Erik Gedeon haben auch einiges zu bieten, sie singen, tanzen und wehren sich mit Mutterwitz, der mitunter bis zu Slapstick-Einlagen reicht, gegen ihr Schicksal, das in Person von Schwester Sigrid über die Seniorentruppe regiert. Pia Baresch übernimmt heuer statt Sigrid Spörk, die Mutterfreuden entgegensieht, die Rolle der Schwester Sigrid.

Spürnase, was beim Publikum ankommt

„Es ist eigentlich ein Stück, das man das ganze Jahr spielen möchte“, erklärt Hirschal. Im Hamburger Thalia-Theater läuft „Ewig jung“ schon seit 10 Jahren. „Meine Tochter hat dort gespielt und das Stück von Deutschland nach Österreich mitgenommen“, erzählt der Intendant, der sein Handwerk beim eben verstorbenen Jürgen Wilke gelernt hat. „Jürgen hatte eine Spürnase, was beim Publikum ankommt“, schmunzelt Hirschal.

Was er am Laxenburger Kultursommer besonders schätzt? „Wir haben ein unglaublich treues und beständiges Publikum. Wir machen gemeinsam auch Regen- bzw. Sonnentänze, um das Wetter günstig zu stimmen. Das macht den Spielort auch so sympathisch.“