Erstellt am 17. Februar 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Eklat vor Jagdgatter. Ein Jäger, der nicht im Einsatz ist, glaubt, er wird von einem Tierschützer fotografiert. Die Situation eskaliert.

Was passierte vor dem Jagdgatter in Mailberg? Die Aussagen widersprechen sich.  |  NOEN, Michael Böck

Wilde Szenen spielten sich am Samstag im Bezirk Hollabrunn ab. Und mittendrin ein 32-jähriger Mödlinger, der vor einem Waldstück in Mailberg Aufstellung genommen hatte. Möglicher Grund: Im eingezäunten Bereich soll eine der umstrittenen Gatterjagden stattgefunden haben.

Vermutlich dürfte es sich beim Mödlinger um einen Tierschützer handeln, denn er fotografierte einen 50-jährigen Wiener, der zwar Jäger ist, mit Lebensgefährtin und Hund allerdings nur als Spaziergänger unterwegs war.

Der Wiener ließ sich das nicht gefallen und wollte den Mödlinger, der in einem schwarzen Nissan mit MD-Kennzeichen saß, zur Rede stellen. Was dann passierte, ist auf einem Handy-Video, das der NÖN zugespielt wurde, ersichtlich: der Wiener sitzt auf der Motorhaube, der Mödlinger schiebt am Waldweg langsam zurück und wird seinerseits vom Kontrahenten mit dem Handy fotografiert.

Anzeige bei Polizei

Auch das Ende des Zwischenfalls verläuft filmreif. Der Mödlinger rast davon, versucht eigenen Angaben zufolge ständig, die Polizei zu erreichen – was ihm nicht gelingt: kein Netz.

Der Wiener wiederum nimmt die Verfolgung auf und erstattet schlussendlich in der Polizeiinspektion Haugsdorf Anzeige.

Dass der Mödlinger das Video dem „Verein gegen Tierfabriken“ (VGT) zugespielt haben soll, wird von Obmann Martin Balluch bestritten. Das sei von einem Anrainer gekommen ...

Bezirkshauptmann Stefan Grusch erklärt: „Die polizeilichen Ermittlungen laufen.“