Maria Enzersdorf

Erstellt am 09. Juli 2016, 07:38

von Raphaela Edelbauer

Der Ausbau der Stationssanierung stockt. Die Badnerbahn-Haltestelle „Südstadt“ sollte eher heute statt morgen adaptiert werden, hofft die Gemeinde.

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Seit Langem ein Thema, jetzt laufen die Gespräche: Dass die Badnerbahnstation in Maria Enzersdorf saniert werden muss, ist klar, die genauen Modalitäten werden aber erst ausgehandelt.

Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, meint, dass man erwarte, bis Herbst einige wesentliche Fragen geklärt zu haben: „Dazu muss man aber erst Gespräche mit den Eigentümern, den Wiener Lokalbahnen sowie den angrenzenden Parteien führen.“

Anlass für die Veränderung sei unter anderem die Aufschließung des Ökopark-Gebietes in Wiener Neudorf – die NÖN berichtete –, mit dem sich Synergien ergeben würden.

Barrierefreiheit ein wesentlicher Faktor

„Aber bei den Lokalbahnen werden immer Fünf-Jahres-Pläne gemacht, und wann in diesem Fenster das dann einkalkuliert wird, ist auch wieder die Frage. Wir haben bereits zwei Mal mit dem Vorstand der Badnerbahn Gespräche geführt und müssen jetzt schauen, wie der Zeitplan aussieht.“

Für Franz Grill, Ressortleiter der Infrastruktur, ist auch die Barrierefreiheit ein wesentlicher Faktor. „Uns wäre wichtig, dass auch ältere und gebrechliche Leute, die nicht mit dem Auto fahren können, hier eine attraktive Möglichkeit haben.“ Haupteinzugsgebiet sei die Südstadt. „Aber auch in puncto Parkplätze sind wir mit der kürzlich geschaffenen Parkordnung an unsere Grenzen gestoßen.“

Aktive machen Druck wegen Zugänglichkeit

Andreas Stöhr von den Aktiven sieht „schnellen Handlungsbedarf“: Bereits vor einiger Zeit habe man eine Unterschriftenliste von Anrainern erstellt, die Barrierefreiheit benötigten.

„Ich habe recherchiert, dass wir die einzige nichtsanierte Badnerbahnstation haben. Das ist nicht nur hässlich und gefährlich, sondern für viele unzugänglich“, so Stöhr. Deswegen habe man eine Petition an Franz Stöger, Chef der Wiener Lokalbahnen, übergeben. „Dann würde verkündet, dass es im Budget bis 2020 drin ist – und das ist zu spät. Wir werden weiterhin Druck machen.“ Bei den Wiener Lokalbahnen will man sich noch nicht zu möglichen Plänen äußern.