Erstellt am 05. Februar 2016, 05:53

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Grüne wollen Infos und Mitspracherecht. Die Grünen machen sich für Mitsprache in Sachen Verkehr beim Projekt Ökopark in Wiener Neudorf stark.

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„Wenn bei den ehemaligen Palmersgründen das Gewerbeparkprojekt mit geplanten 7.500 Arbeitsplätzen umgesetzt wird, befürchten wir eine Verkehrslawine“, so Gemeinderat Wolfgang Bernhuber, Grüne. „Die Verkehrsführung soll zwischen Triester Straße und Steinböckstraße verlaufen, das ist eine starke Belastung für die Leute in der Südstadt.“

Die Grünen fordern in einem Dringlichkeitsantrag an den Gemeinderat die Einbeziehung und Befragung der Südstadtbevölkerung bei der Planung.

Bernhuber findet auch, dass das Verkehrskonzept insbesondere in Hinblick auf öffentliche Verkehrsmittel und Radkonzept nicht plausibel dargestellt werden konnte: „Ein konkreter Plan, wie der Modalsplit von 40 Prozent zwischen Öffis, Rad, Fußgänger erreicht werden kann, fehlt noch.“ Bernhuber tritt für eine Umweltverträglichkeitsprüfung ein: „Außerdem ist es de facto so: Wiener Neudorf hat die Arbeitsplätze und die Kommunalsteuer  – und wir den Verkehr.“

Die Aktiven und die ÖVP stimmten gegen den Dringlichkeitsantrag.

Ortschef Zeiner: Geht um eine Gesamtlösung

Bürgermeister Johann Zeiner, ÖVP, betont, dass nur die Dringlichkeit abgelehnt wurde: „Die Gespräche sind ja noch nicht abgeschlossen, es wurden bei sehr vielen Treffen schon die unterschiedlichsten Aspekte eingebracht, vom Lärmschutz bis hin zum Ausbau der Badnerbahn-Station. Da muss noch viel verhandelt werden, es geht ja um eine Gesamtlösung.“

Zudem hält es Zeiner für den falschen Weg, vor Abschluss der Verhandlungen an die Öffentlichkeit zu treten: „Wir werden die Gespräche seriös weiterführen und dann mit der Gesamtlösung an den Bürger herantreten.“

Aktive-Chef Andreas Stöhr bestätigte auf NÖN-Anfrage: „Wir sind lediglich gegen die Dringlichkeit, nicht gegen die Sache. Es ist einfach noch verfrüht, es sind noch viele Verhandlungen zu führen, in einigen Monaten sieht die Sache anders aus.“

Wiener Neudorfs Bürgermeister Herbert Janschka, ÖVP, hält es „natürlich für legitim, dass jemand wünscht, in das Projekt eingebunden zu werden, die Dinge sollen ja auch transparent gestaltet werden. Es finden in den nächsten Tagen wieder Gespräche mit den Betreibern hinsichtlich der Anbindung des Ökoparks statt“.