Erstellt am 28. Januar 2016, 05:48

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Krabbelstube schließt. Ortschef Hans Zeiner, ÖVP, sieht den finanziellen Plafond für eine Unterstützung bei vier Anmeldungen erreicht.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Es ist nicht zum ersten Mal, dass Gerüchte die Runde machen, dass die vom Hilfswerk geführte Krabbelstube, die in der Kaiserin Elisabeth-Straße untergebracht ist, geschlossen werden soll.

Die Krabbelstube wird in zwei Gruppen geführt und betreut Kinder aus dem ganzen Bezirk, natürlich auch aus Maria Enzersdorf. Erst im Vorjahr stand die Betreuungsstätte wieder vor der Schließung und konnte erst im letzten Moment gerettet werden. Vizebürgermeister Andreas Stöhr, Aktive: „Man machte damals finanzielle Gründe geltend, daraufhin hat die Gemeinde unterstützend eingegriffen, sie verlangt keine Miete, sie gibt einen Kostenzuschuss und auch vom Land gibt es Förderung, dennoch scheint es nicht zu reichen.“ Natürlich seien auch die dauernden Negativmeldungen über eine bevorstehende Schließung für die Eltern nicht gerade eine Motivation, die Kinder dort anzumelden.

Können Investitionen nicht mehr rechtfertigen

Ortschef Hans Zeiner, ÖVP, bezieht sich auf die vielen Gespräche, die bereits mit dem Hilfswerk stattgefunden haben: „Wir unterstützen die Einrichtung schon geraume Zeit und haben bis zum Sommer auch eine Vereinbarung mit dem Hilfswerk, wir kürzen nichts. Die Eltern wurden dieser Tage über die Schließung informiert.“ Wenn für das kommende Jahr nur vier Kinder aus Maria Enzersdorf angemeldet seien, so Zeiner, könne er Investitionen in Höhe von 35.000 Euro einfach nicht mehr rechtfertigen.

Zeiner: „Der Kindergarten ist weit von der Vollauslastung entfernt, man muss das Ganze auch in finanzieller Relation sehen.“ Seitens des Hilfswerkes bestätigt Elke Fuchs: „Wir schließen mit Ende August, die Bedeckung seitens der Gemeinden ist einfach nicht gegeben. Für die Standortgemeinde rechnet es sich nicht, und die anderen Gemeinden wollen nicht mehr zahlen, weil sie auf freie Plätze in ihren eigenen Einrichtungen verweisen. Wir haben den Eltern diesbezüglich Alternativen aufgezeigt.“