Erstellt am 20. Februar 2016, 05:19

von Christoph Dworak

Herzogpaar dankt ab. Ulli und Johann Kop werden in der närrischen Saison 2017 die Insignien an ein neues Duo abgeben.

Ein perfektes Herzogpaar blickt im NÖN-Gespräch auf die vierjährige Regentschaft zurück. »Diese Erfahrung kann uns niemand mehr nehmen«, sagten Ulrike und Johann Kop.  |  NOEN, Christoph Dworak

Im Rahmen des 2012er-Oktoberfestes des Mödlinger Förderungsvereines (MFV) wurde das neue Herzogpaar - Nachfolger von Hannes Svec – vorgestellt, beim Herzogempfang im Jänner 2013 inthronisiert: Ulrike und Johann Kop. Ulrike, eine Ur-Mödlingerin, hat sich damit „einen Traum erfüllt, den ich schon als Gardemädchen hatte“. Er, ein Wiener, wurde anfangs „genau begutachtet“, hat dann die Zeit als Herzog Heinrich XVII. aber mit Bravour absolviert und „sehr genossen“.

Das in Au am Leithaberge (Bezirk Bruck) lebende Paar hat am Faschingsdienstag nach vier Jahren die intensive Zeit der Regentschaft beendet.

Das türkisfarbene herzögliche Gewand, das Ulli als HLA-Mödling-Absolventin selbst entworfen hat, streifen die beiden letzmalig beim Herzogempfang 2017 über. Wenn das Nachfolgepaar die Insignien erhält.

Die Zeit ab dem Herzogempfang sei Jahr für Jahr „sehr hart gewesen. Man ist kein Wochenende mehr zu Hause – außer kurz zum Schlafen“. Urlaubstag um Urlaubstag geht drauf, körperlich gerät man ans Limit: „Alleine die Orden wiegen 1,5 Kilo.“

Dennoch ziehen die beiden positives Resümee: „Wir haben irrsinnig viele Freunde im Verein, aus der Politik sowie anderen Gilden und Organisationen gewonnen.“ Auch die vielen Eindrücke – etwa bei Auslandsbesuchen – „nimmt uns niemand mehr weg“. Ebenso wie das Lob für die Amtsführung, „das uns fast schon peinlich ist. Dabei haben wir nicht mehr gemacht, als dass wir wir geblieben sind“, schmunzelt Johann. Oder, wie es Ulli ausdrückt: „Mitleid kriegst du geschenkt, Neid musst du dir verdienen.“

Jetzt zählen wieder die Privatjobs

Am Aschermittwoch war keine Spur von Regeneration oder gar Urlaub zu sehen: Ulli kam ihrem Job als akademische Freizeitpädagogin in der Hyrtl-Schule (Hort) nach, Johann seinem als Lehrlingsausbilder und Jugendtrainer in Wien. Zukunft im MFV werden Ulli & Johann, die sich ein Jahr nach der Regentschaft im Hintergrund halten müssen, um das neue Herzogpaar nicht „auszustechen“, weiterhin haben. „Wir wollen nicht aufhören, werden uns einbringen, wo immer man uns braucht.“

Ein Wechsel zu einer Gilde im Bezirk Bruck sei nicht vorgesehen: „Dort kennen wir niemanden, beim Mödlinger Förderungsverein sind wir eine große Familie geworden. Uns gehen schon jetzt alle ab. Die nächste Sitzung ist erst am 2. März.“

Mit einem Wort: „Wir sind sehr dankbar für all das, was wir erleben durften. Wir gehen zwar als Herzogpaar, verschwinden aber nicht.“ MÖ-MÖ!