Mödling

Erstellt am 07. April 2017, 02:26

von NÖN Redaktion

Informations-Offensive: Zurück in den Job. Veranstaltung „WO[MAN] & WORK“ soll nach Babypause den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern.

Susanne Embacher-Kainrath - AK-Mödling; Veroniya Lakusta – Bach Bildungszentrum, Veronika Al-Jamandari – Family Business; Brigitte Andre – BH-Mödling; Elisabeth Burkart – Hilfswerk NÖ; Silvia Eichinger – BH-Mödling; Brigitta Brunnhofer, Linda Coufal, Petra Hofmann, Werner Piringer – AMS-Mödling; Gabriele Renoldner – Verein Alfa; Jutta Sadic – AMS-Mödling; Sonja Entholzer – Fa. Mentor; Manfred Hopfer – GKK-Möding; Ulrike Böhmdorfer – Frauenberufszentrum Schwechat und Sylvia Löffelmann – AK-Mödling.  |  zVg

Arbeitsmarktservice und Arbeiterkammer Niederösterreich veranstalteten unter dem Titel „WO[MAN] & WORK“ einen Info-Tag für Frauen und Männer, die sich nach einer familiär bedingten Unterbrechung wieder Richtung Berufsleben orientieren. AMS-Mödling-Geschäftsstellenleiter Werner Piringer weiß: „Je schwieriger die Lage am Arbeitsmarkt, desto notwendiger werden kompetente Beratung und gründliche Vorbereitung auf einen gelungenen beruflichen Wiedereinstieg.“

Info-Veranstaltungen, bei denen auch Vertreter regionaler Frauenberatungsstellen, der Gebietskrankenkasse, der Bezirkshauptmannschaft oder von Kursinstituten kompetente Ansprechpartner sind, seien deshalb sehr nützlich, betonte Piringer: „Themen sind Arbeitsmarkt und die Jobsuche, Aus- und Weiterbildung, Kinderbetreuung, finanzielle Leistungen und vieles mehr.“

Dass Frauen am Arbeitsmarkt weiter unter Druck stehen, machen die aktuellen Zahlen deutlich: Ende Februar waren insgesamt 4.425 Personen beim AMS Mödling arbeitslos gemeldet. 1.880 Frauen waren arbeitslos, 303 davon waren Mödlingerinnen und Mödlinger, die nach Familien- oder Babypause wieder den Schritt ins Arbeitsleben suchen.

Frauen laufen Gefahr, verdrängt zu werden

„Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt trifft das vor allem jene, die zum Beispiel wegen niedriger Qualifikation, Betreuungspflichten –

und deshalb geringere zeitliche Flexibilität – schlechtere Chancen haben, beruflich Fuß zu fassen. Frauen laufen also Gefahr, verdrängt zu werden bzw. sich vom Erwerbsleben ganz oder teilweise zurückzuziehen“, ergänzt Piringer.

Deshalb setzt das AMS auf Fort- und Weiterbildung und hat dafür auch entsprechende finanzielle Mittel vorgesehen. „Obwohl im Jahresdurchschnitt 2016 mit fast 56 Prozent mehr Männer als Frauen arbeitslos vorgemerkt waren, hat das Arbeitsmarktservice Mödling 51% aller finanziellen Mittel aus dem Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik für Frauen reserviert.“