Erstellt am 05. November 2015, 07:37

von Raphaela Edelbauer

Krebs-Warnung ist vielen "Wurst&". Heimische Fleischer merken keinen Rückgang bei Fleisch- und Wurstabsatz.

 |  NOEN, Symbolbild

Vergangene Woche ließ eine Verkündung der WHO aufhorchen: rotes Fleisch sowie verarbeitete Wurstwaren erhöhe das Risiko für Darmkrebs. Bisher aber scheint das die Konsumenten nicht sonderlich zu kümmern.

Birgit Hausenberger von der Vösendorfer Fleischerei Hausenberger bemerkt wenig Verunsicherung bei den Kunden: „Sicher fragen die Leute manchmal nach. Aber wesentlich entscheidender für die Gesundheit ist meines Erachtens die Qualität des Fleisches, das man isst. Und bei uns ist alles selbst gemacht und muss – noch wichtiger – gar nicht so lang halten wie bei den industriell gefertigten Waren“, so Hausenberger.

Johannes Schöny, Fleischermeister aus Kaltenleutgeben mit einer Filiale in Perchtoldsdorf, meint ebenfalls: „Die Kunden haben zum Glück an solchen Meldungen kein Interesse – die kaufen genauso wie auch vorher.“

Feichtinger: „Jetzt will verunsichern.“

Auch Karin Feichtinger, Bezirksobfrau des Bauernbundes, ist nicht erfreut: „Die Leute haben immer schon Fleisch gegessen und jetzt will man mit solchen Meldungen verunsichern.“ Außerdem denke sie, dass in der Untersuchung sehr selektiv gehandelt würde: „Ich kann mir vorstellen, dass die Konservierungsstoffe dabei eine wichtige Rolle gespielt haben.“