Erstellt am 09. Oktober 2015, 04:57

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Sturm auf „Literotik“. Sammy Steppan, Nena Eigner, Peter Windhofer und Matthias Semeliker präsentierten ein pikant-peppiges Potpourri.

Sammy Steppan, Peter Windhofer und Nena Eigner (v.l.) spielten lust- und fantasievoll, hier mit Kulturstadträtin Karin Wessely (r.).  |  NOEN, Gaby Schätzle-Edelbauer
„Alle haben gemeint, dass Mödling wohl zu konservativ sei für einen Abend, der sich ganz der Erotik und der Literatur widmet“, beschreibt Kulturstadträtin Karin Wessely, SPÖ, die anfängliche Skepsis, die man ihrer Idee eines „Literotik“-Abends entgegenbrachte. Doch der Erfolg gab ihrem Konzept recht. Die Sala Terrena, der erste Veranstaltungsort des Abendspazierganges, war zum Bersten voll, als sich die Zuschauer auf eine lustvolle literarische Reise entführen ließen.

In der zweiten Location, einem architektonisch sehr ansprechenden Veranstaltungsraum in der Herzoggasse 1, fanden dann gleich gar nicht alle Zuschauer Platz.

Gleich zu Beginn, einer originellen Interpretation von „Fifty Shades of Grey“, flogen die Dessous ins Publikum. Mit Kulisse und erotischem Outfit hatte man das geeignete Ambiente geschaffen. Gespannt lauschte das interessierte Publikum einer gelungenen Mischung aus tändelnder, pikant-prickelnder und auch deftig formulierter Weltliteratur.

„Man wurde rot, aber es war niemals peinlich“,
Kulturstadträtin Karin Wessely

Sammy Steppan, Nena Eigner und Peter Windhofer, musikalisch begleitet von Matthias Semeliker, präsentierten lustvoll und pointiert.

Bürgermeister Hans Stefan Hintner, ÖVP, zeigte sich gleich eingangs überrascht vom Gelingen des „Experiments“: „Offensichtlich sind die Mödlinger nicht konservativ, sondern sehr offen, sonst wären sie nicht in so großer Zahl erschienen.“

Wessely sieht sich in ihrem Konzept bestätigt: „Erotik ist einfach für jeden ein interessantes Thema, ich möchte Kulturangebote einem breiteren Publikum als bisher zugänglich machen. Ich würde nächstes Jahr gerne in einer größeren Location eine Fortsetzung machen.“