Erstellt am 11. März 2016, 08:28

Mödlinger Fernwärmenetz wird modernisiert. Seit 2006 liefert ein Biomassefernheizwerk der EVN Naturstrom und Fernwärme für Haushalte und Betriebe in Mödling. Waldhackgut aus der Region liefert Strom für rund 10.000 Haushalte und große Mengen Wärme in das Mödlinger Fernwärmenetz.

 |  NOEN, EVN Moser

Das Fernwärmenetz ist deutlich älter und nach rund 50 Jahren am Ende seiner technologischen Lebensdauer angekommen.  Daher plant die EVN in den Jahren 2016 bis 2018 eine umfangreiche Modernisierung des Mödlinger Fernwärmenetzes: 
 
Das bestehende 50 Jahre alte Dampfnetz soll durch ein modernes Heißwassernetz ersetzt werden. Dadurch können die Wärmeverluste erheblich verringert und die Anschlusskosten für Neukunden stark reduziert werden.
 
„Mit der Modernisierung steigern wir die Effizienz unseres Fernwärmenetzes und machen das Netz wieder fit für neue Kunden und die nächsten 50 Jahre“, so EVN Vorstandssprecher Dr. Peter Layr.

Beginn der Modernisierung im Frühjahr 2016

Die Umbauarbeiten beginnen im März in der Babenbergergasse und werden über den Sommer in der Jasomirgottgasse und der Schillerstraße bis zur Kreuzung Kielmannseggasse  fortgesetzt. Die Bauarbeiten werden bis spätestens Anfang September 2016 fertiggestellt.
 
Für die Bauphase wird gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der Landesstraßenverwaltung ein Verkehrskonzept erstellt, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
 
2017 und 2018 sind zwei weitere, kleinere Bauabschnitte in den Bereichen Kielsmannseggasse/Goethegasse/Weißes Kreuz-Gasse, sowie im Umfeld der Beethofengasse geplant.

Die Modernisierung auf einen Blick:

  • Investitionen von rd. 2 Mio €, Modernisierung von 2,7 km Fernwärmeleitungen
  • Mehr Versorgungs- und Ausfallssicherheit für unsere Kunden
  • Mehr Ausbaupotential: Zusätzliche Kunden können sich an das Fernwärmenetz anschließen
  • Weniger Wärmeverluste, mehr Energieeffizienz: Mit der gleichen Mengen Biomasse können mehr Kunden versorgt werden

Naturwärme aus der Biomasse-Anlage Mödling

Der Biomassekessel hat eine Leistung von 26,5 Megawatt, die elektrische Leistung der Anlage beträgt 5 Megawatt. Die Anlage deckt den gesamten Fernwärmebedarf und fast die Hälfte des Mödlinger Strombedarfs. Die Stadt Mödling hat seit der Inbetriebnahme der Anlage vor 10 Jahren bereits über 220.000 Tonnen CO2 eingespart.
 
Das Werk in Mödling hat einen jährlichen Bedarf an Holzhackschnitzeln von rund 200.000 Schüttraummetern. Bei der Rohstoffversorgung der Anlage wird EVN von regionalen bäuerlichen Genossenschaften sowie den Forstverwaltungen Stift Heiligenkreuz und Miesenbach als auch dem Waldverband NÖ und dem Maschinenring NÖ unterstützt.
 
„Das Biomasse-Heizwerk der EVN garantiert Energie-Unabhängigkeit für unsere Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner. Außerdem unterstützt sie uns beim Erreichen unserer Klimaschutz-Ziele", verweist Bürgermeister LAbg. Hans Stefan Hintner auch auf die wirtschaftliche Dimension der Biomasse-Anlage.

EVN Wärme GmbH

Der Einsatz erneuerbarer Energien ist für die EVN insbesondere im Wärmebereich seit vielen Jahren von großer Bedeutung. Die EVN betreibt heute mit Partnern aus der Landwirtschaft und der Sägeindustrie bereits über 60 Biomasseanlagen in ganz Niederösterreich. Etwa zwei Drittel der gelieferten kommunalen Fernwärme wird aus Biomasse erzeugt.
 
Mit einem Einsatz von rund 1,5 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel ist die EVN der größte Naturwärmeversorger aus Biomasse in Österreich.