Erstellt am 24. Oktober 2015, 05:07

von Gerald Burggraf

Auftakt für mehr Bürgerbeteiligung. Münchendorf startet mit Dorferneuerungsprojekt. Bevölkerung soll ihren Heimatort aktiv mitgestalten können.

Ziehen alle an einem Strang: Bürgermeister Josef Ehrenberger (SPÖ), Andreas Lahner (ÖVP), Helga Balog (FPÖ) und Herbert Beywinkler (Pro Münchendorf). Im Bild mit Stargast Uli Böker, G21-Kernteamsprecher Roland Wallner und G21-Betreuerin Christine Hofbauer.  |  NOEN, Gerald Burggraf

Bereits bis vor vier Jahren durchlebte Münchendorf eine fruchtbare Zeit in der Dorferneuerung. Nach einer kurzen Schaffenspause startet die Gemeinde am Freitag in die zweite Runde für ein Mehr an Bürgerbeteiligung. Die Auftaktveranstaltung für den G21-Prozess ließ jedenfalls schon einen erfolgreichen Weg in eine gemeinsam Zukunft von Bevölkerung und politischer Gemeinde erahnen.

„Es kamen etwa doppelt so viele Leute als wir erwartet haben“, unterstreicht Roland Wallner, Sprecher des bereits im Vorfeld gegründeten Kernteams der örtlichen Gemeinde 21. Auch der demografische Querschnitt, von jung bis lebenserfahren waren alles dabei, sorgt für ein positives Resümee des Abends. „Es lief alles ganz nach unserem Motto ‚Alle an einem Strang‘ ab“, betont Wallner. Die grundsätzliche Zielsetzung des Auftaktevents im Stadel war, die Bevölkerung mit G21 vertraut zu machen. Mit einer kurzen Präsentation zeigte Christine Hofbauer, Betreuerin seitens des Landes, die Grundsäulen des Prozesses. Dabei geht es zuerst einmal darum die notwendigen Strukturen zu schaffen, Ideen zu sammeln und diese dann auch umsetzbar zu gestalten.

Nun geht es darum, auch jene Bürger zu gewinnen,
die in den letzten zehn Jahre zugezogen sind.“
G21-Kernteamsprecher Roland Wallner

Als Sprachrohr der Münchendorfer G21-Bewegung wird Kernteamsprecher Wallner fungieren. Er iwill den Ort mit Bevölkerung und Politik zukunftsträchtig weiterentwickeln. Initiiert wurde die Teilnahme an G21 im Gemeinderatsausschuss von ÖVP-Obmann Andreas Lahner.

Für Wallner sind die unmittelbaren Ziele, einen 10-Jahreshorizont für Münchendorf sowie einen Masterplan aufzustellen. Und dabei sollen so viele Bürger wie möglich mitwirken. Der Kernteamsprecher, er übersiedelte selbst erst vor fünf Jahren aus Hinterstoder in seine neue Heimat, will daher auch Neo-Münchendorfer gewinnen: „Wir müssen auch daran arbeiten, jene Bürger einzubinden, die erst in den vergangenen zehn Jahren in den Ort kamen.“

Im Rahmen des Auftakts wurden auch erste Ideen gesammelt, die es in den kommenden Monaten auszuwerten geht. Zudem gibt es an zehn Standorten rote Ideenboxen in denen jederzeit Vorschläge eingeworfen werden können. Diese Beiträge fließen dann ebenfalls in den Strategieprozess mit ein.


Zum Thema

Was ist G21: Die Gemeinde 21, kurz G21, ist ein Teilbereich der NÖ Dorf- und Stadterneuerung. Begleitet von Experten des Landes ist es das Ziel, unter großer Bürgerbeteiligung Projekte und Zielsetzungen für den Heimatort zu entwickeln. Zudem können so die richtigen Fördermittel des Landes lukriert werden.

Die Themenblöcke in Münchendorf: „Jugend, Bildung und Kultur“, „Mobilität, Umwelt und alternative Energien“, „Ortsentwicklung, Wohnraum, Wirtschaft und Arbeitsplätze“, „Generationendorf – demografische Entwicklung, medizinische Entwicklung und Integration“