Münchendorf

Erstellt am 23. September 2016, 06:58

von Judith Jandrinitsch

Förderungen für Wohnbauprojekt werden diskutiert. ÖVP bezweifelt Sinnhaftigkeit des Wohnbauvorhabens „60 aufwärts“. Die anderen Parteien stehen dazu.

ÖVP-Obmann Andreas Lahner hätte lieber ein generationenübergreifendes Wohnen.  |  NOEN, Judith Jandrinitsch

Ein „generationenübergreifendes Wohnbauprojekt“, nennt ÖVP-Parteiobmann Andreas Lahner die Initiative, die er statt des „Betreuten Wohnens Am Apfelgrund“ favorisiert hätte. Der Grund für die Skepsis: seinen Informationen nach gäbe es zu wenig Anmeldungen von „Ur-Münchendorfern“.

Die Diskussion um das Wohnbauprojekt flammte in der Gemeinderatssitzung wieder auf, weil „60 aufwärts“-Obmann Helmut Schriffl mit dem Wunsch an die Gemeinde herantrat, die im Jahre 2014 gewährte Förderung für das Projekt zu verlängern. Damals beschloss der Gemeinderat, einen Kostenzuschuss zur Betreuungsvereinbarung zwischen dem Verein „60 aufwärts“ und den künftigen Mietern in der Höhe von jährlich 6.000 Euro zu gewähren.

Bürgermeister Josef Ehrenberger, SPÖ, erklärt: „Mittlerweile ist der Betreuungsvertrag mit der Caritas abgeschlossen worden. Durch den Zuschuss der Gemeinde würden die Bewohner statt 62 Euro nur 40 Euro bezahlen.“

Bedürftigkeit der Klienten prüfen

Doch eine automatische Verlängerung der Subvention wurde von allen Fraktionen des Gemeinderates einstimmig abgelehnt. Man wolle zuvor die Bedürftigkeit der Klienten prüfen und nicht allen automatisch eine Förderung gewähren. Dementsprechende Richtlinien für die Vergabe von Gemeindesubventionen soll der Finanzausschuss unter der Federführung von Pro Münchendorf erarbeiten.

Ehrenberger bedauert zwar, dass auf der aktuellen Interessentenliste nur zwei aus Münchendorf stammende Personen angeführt sind, steht aber weiterhin voll hinter dem Projekt.