Erstellt am 06. März 2016, 07:09

von Johannes Taschler

„Vater“ von Enrico feierte den 70er. „Am dam des“-Macher Franz Josef Barta lud in den Münchendorfer Stadel.

Sie schrieben »Am, dam, des«-Fernsehgeschichte: Elga Weinberger, Heinz Zuber, Ingrid Riegler, Franz Josef Barta und Elisabeth Vitouch (v.l.).  |  NOEN, Joe Leutner

Rein biologisch ist es natürlich nicht möglich, dass ein Vater um fünf Jahre jünger ist als sein Sohn. Anders verhält es sich allerdings „bei einem geistigen Vater“, schmunzelt Franz Josef Barta, Pressesprecher der SPÖ Münchendorf.

Barta, langjähriger Autor und pädagogischer Leiter der TV-Kindersendereihe „Am dam des“, der vor exakt 40 Jahren die Clownfigur „Enrico Emanuel Theobaldissimus Fillissimaximo“ schuf, zelebrierte im Stadel seinen 70. Geburtstag und erinnerte sich zurück:

„Die Sendung ist schon ein dreiviertel Jahr gelaufen, da hatte ich die Idee, eine Figur einzubauen, die die Probleme der Kinder aufgreift. Enrico hat ja immer ein kleines Problem gehabt und löste dieses dann auf humorvolle, kindgerechte Art.“

„Lebensrolle“ für Schauspieler Heinz Zuber 

Schlussendlich hat Barta mit „Enrico“ auch die „Lebensrolle“ für Burgschauspieler Heinz Zuber kreiert. Als vielseitiger Akteur war Zuber bereits aus dem Kinderprogramm (unter anderem „Das kleine Haus“) bekannt. Er sei Barta vom damaligen Verantwortlichen Johannes Hofleder „praktisch zugewiesen worden. Dann ist mir die Rolle des Clowns eingefallen“, erzählt Barta stolz. Zuber soll anfangs zwar nicht begeistert gewesen sein, doch seine Burg-Kollegen bestätigten ihm, es wäre genau seine Rolle. Klar, dass „Enrico“ seinem geistigen Vater zum 70er die Aufwartung machte.