Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Christoph Dworak und Karl Stiefel

Närrische Rekorde purzelten. Kurz, aber sehr intensiv. Der Fasching in Mödling hatte heuer besonders viele Fans.

 |  NOEN, Dworak, Boeger, Kraus, Garaus
Entsprechend erschöpft sank Peter „Hola“ Holakovsky, Obmann des Mödlinger Förderungsvereines, in den Sessel: „Der Fasching war heuer sehr kurz, intensiv, aber sehr stimmungsvoll und faszinierend. Besonders der Umzug am Sonntag war der Hammer. So viele kostümierte Kinder und Erwachsene habe ich noch nie gesehen.“ Schätzung sprechen von fast 50.000 Besuchern, die die Wiener Straße, Hauptstraße und den Freiheitsplatz säumten.

„Es hat sich vermutlich auch ausgezahlt, dass ich am Samstag beim Wiener Umzug im Prater gesagt habe: ,Wenn ihr einen richtigen Umzug sehen wollt, kommt nach Mödling’“, schmunzelte Holakovsky.
Die Politprominenz war hochrangig vertreten. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, ÖVP, fand sich zu ihrem Premieren-Umzug in Mödling wieder und ist „gleich mit dem Rekordbesuch belohnt“ worden. „Die Leute arbeiten hart, also dürfen sie auch ordentlich feiern.“

Erwin Pröll mit dabei

Landeshauptmann Erwin Pröll, ÖVP, war „sicher schon 25 Mal mit dabei. Mödling ist für mich nicht die heimliche, sondern die unheimliche Narrenhauptstadt. Und wenn Sie mich in der Nacht aufwecken, sag’ ich: MÖ-MÖ!’“

Stadtchef Hans Stefan Hintner, ÖVP, strahlte ob des tollen Faschingswochenendes: „Ich denke, dass wir unserem Ruf als Vorreiter der Narretei gerecht geworden sind.“

Holakovskys Dank galt neben all den vielen helfenden Händen seitens der Gemeinde, den Behörden, vor allem den Vereinsmitgliedern. „Beruf und Familie gehen immer vor. Dann heißt es aber in der Faschingszeit, die Freizeit opfern.“ Das klappe hervorragend, zumal „jeder mit Spaß bei der Sache ist. Unsere Aufgabe ist es, andere Menschen die Sorgen des Alltags vergessen zu lassen. Und das schaffen wir hoffentlich“.

Suche nach neuem Herzogpaar beginnt

Kaum ist die närrische Zeit vorbei, geht’s bereits um Wesentliches. Das Herzogpaar Ulrike & Johann Kop dankt nach vierjährige Regentschaft ab, „wir führen schon Gespräche mit Nachfolgern“, sagt Holakovsky im NÖN-Gespräch: „Beim Oktoberfest wird das Geheimnis dann gelüftet werden.“

Michael Danzinger vom City Management Mödling spricht von einer „Veranstaltung der Superlative: Es haben zwar nur rund 3.000 Leute am Schrannnenplatz selbst Platz aber wir rechnen mit insgesamt 15.000 Besucher über den ganzen Tag verteilt.“ Dementsprechend fällt der organisatorische Aufwand aus: „Wir haben sehr viele Standflächen vermietet, dementsprechend vielfältig fällt auch das Angebot für die Besucher aus. Was mich sehr freut, ist, dass alle Lokale im Bereich der Fußgängerzone mitmachen.“

Besonders beim Sicherheitspersonal wurde dieses Jahr aufgestockt. „Wir haben immer wieder gesehen, dass die Securitys an mehreren Orten gleichzeitig gebraucht werden. Deshalb haben wir die Anzahl der Sicherheitskräfte dieses Jahr auf 22 verdoppelt.“