Perchtoldsdorf

Erstellt am 25. April 2017, 04:11

von NÖN Redaktion

Bescheid ist rechtswirksam: Gleis bleibt Gleis. Die Bahntrasse gehört den Gemeinden Perchtoldsdorf und Kaltenleutgeben; sie darf wieder befahren werden.

Martin Schuster auf „seiner“ Gleistrasse, die nun auch rechtlich wieder befahren werden darf.  |  Pam

Seit 1883 verbinden die Gleise der Flügelbahn Kaltenleutgeben mit Perchtoldsdorf und Liesing. In den letzten Jahren ist es ruhig um die einst stark frequentierte Bahnstrecke geworden. Die ÖBB haben daher die 5,7 Kilometer lange Strecke von Liesing bis zur „Waldmühle“ in Rodaun an die Gemeinden Perchtoldsdorf und Kaltenleutgeben verkauft – die NÖN berichteten.

Für Perchtoldsdorfs Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, und dessen Amtskollegen Josef Graf, SPÖ, aus Kaltenleutgeben war klar, dass die Gleise an sich erhalten werden müssen, um nicht mögliche Öffi-Varianten zu verbauen: Stichwort: die ehemalige Straßenbahnlinie 360, der man nun nachtrauert. Wiewohl Schuster klar ist, dass die Wiederaufnahme eines Vollbahnbetriebes aufgrund der hohen Investitionskosten bei vergleichsweise niedrigem Fahrgastpotenzial „im Moment nicht vertretbar ist. Aber heute ist noch nicht klar, welche Transporttechnologien in einigen Jahren zur Verfügung stehen werden und welche Rolle der Schienenweg dabei spielen könnte.“

Nunmehr ist der Bescheid über die Weiterführung der Strecke als Anschlussbahn rechtsgültig geworden. Damit ist es möglich, die Strecke zu befahren.

Als unmittelbares Nutzungsszenario kommen aber nur Sonderfahrten des Perchtoldsdorfer Vereins „pro Kaltenleutgebnerbahn“ infrage; wie bereits in den Vorjahren als touristische Attraktion.