Perchtoldsdorf

Erstellt am 05. August 2016, 07:30

Besucherrekord bei Burgsaal-Spielen. Mehr als 9.000 Theaterbegeisterte ließen sich den „Sommernachtstraum“ nicht entgehen. Auslastung bei 92 Prozent.

Perchtoldsdorf. Oberon (Andreas Patton, rechts) beobachtet erstaunt Demetrius (Jan Hutter) und Helena (Sophie Aujescky).  |  NOEN, Lalo Jodlbauer

Beim Sommertheater ist am Samstag der letzte Vorhang gefallen. Bürgermeister Martin Schuster und Intendant Michael Sturminger ziehen im Saison-Rückblick eine positive Bilanz.

Selbst das Wetter, das dem „Sommernachtstraum“ übel mitspielte, konnte einen durchschlagenden Erfolg nicht vereiteln: Der Neue Burgsaal, der sich in den vergangenen Jahren bei Schlechtwetter schon mehrfach als Ausweichort bewährt hatte, musste heuer gleich fünfmal bespielt werden.

Aber auch unter Dach war der „Sommernachtstraum“, wie Vizebürgermeisterin und Kulturreferentin Brigitte Sommerbauer, ÖVP, sich bei ihrem zweiten Besuch persönlich überzeugen konnte, ein großer und begeistert akklamierter Erfolg. Insgesamt besuchten 9.157 Personen und damit um 1.000 mehr als 2015 die diesjährigen Sommerspiele. Mit einer Auslastung von 92 Prozent haben Marktgemeinde und künstlerische Leitung im 40. Sommerspiele-Jahr ein Topergebnis erreicht.

Freude über hohen Anteil an jungen Gästen

Mehr noch als über die sensationelle Auslastung freut sich Bürgermeister Martin Schuster über den hohen Anteil an jungen Besuchern. An Sturmingers theaterpädagogischem Projekt „Theater macht Schule“ beteiligten sich heuer zehn Oberstufen-Klassen, die Stückeinführungen nahmen fast ein Viertel der Besucher in Anspruch.

Bewährt hat sich auch die offene und von drei Zuschauertribünen umrahmte zentrale Spielfläche im Burghof. Das Publikum war heuer ganz direkt ins Geschehen auf der Bühne mit einbezogen, sodass sich die Kraft der Sprache und der Musik ideal entfalten konnte. Für die musikalischen Beiträge erntete Michael Pogo Kreiner verdientes Sonderlob. Erstklassige klassische Theaterkunst mit zeitgenössischem Anspruch soll auch bei den Sommerspielen 2017 geboten werden, über die Stückwahl hüllen sich die Beteiligten noch in Schweigen.