Erstellt am 15. September 2015, 09:49

von Christoph Dworak

Dem Wasser geht’s an den (Kalk-)Kragen. Infoveranstaltungen starten | Die Entscheidung über den Bau einer Entkalkungsanlage soll noch vor Weihnachten fallen.

 |  NOEN, Bilderbox.com/Erwin Wodicka

„Wasserhärte und Kalkgehalt“ sind in Perchtoldsdorf seit dem Vorjahr Thema. Zumindest aus Sicht der SPÖ. Ortsparteiobmann Anton Plessl und Gemeinderat Claus Herza haben Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, über 800 Unterschriften übergeben. Demnach bringe das sehr kalkhaltige Wasser Elektrogeräte an ihre Funktionsgrenzen. „Entsprechende Filter könnten Abhilfe schaffen“, betonte Herza. „Wir wollen die Bevölkerung auf neue Enthärtungsverfahren hinweisen und ihr die Möglichkeit geben, dazu Stellung zu nehmen.“

Seit der Dezember-Sitzung sind Monate vergangen. Die seien allerdings „sehr intensiv genutzt worden“, merkt Schuster im NÖN-Gespräch an. Alexander Nowotny habe als zuständiger „Energie“-Gemeinderat „alles sehr gut vorbereitet“, betonte der Ortschef.

Fazit: Es sei möglich, eine zentrale Entkalkungsanlage zu installieren. Als Standort käme ein Grundstück in der Theresienau infrage, das die EVN – in diesem Fall Wasser-Partnerin der Marktgemeinde – kaufen würde.
Die „sehr hohen Investitionskosten“ – Schuster geht von mindestens 8 Millionen Euro aus, müsse man über die Wasserabgabe hereinbringen. Heißt im Klartext, dass „wir mit einer 50-prozentigen Erhöhung zu rechnen haben. 1,80 statt 1,20 Euro pro Kubikmeter“.

„Unser Wasser ist nicht gesundheitsschädlich“

Die Information der Bürgerinnen und Bürger soll umgehend starten, sagt Schuster: „Im Rahmen von Infoabenden und beim Bürgerdialog am 26. Oktober“. Eine – wie auch immer geartete –  Befragung der Perchtoldsdorfer soll es „in jedem Fall noch vor der Weihnachtszeit geben“.

Schuster hält seine persönliche Meinung nicht hinterm Berg: „Ganz wichtig ist mir eines: unser Wasser ist in keiner Form gesundheitsschädlich, nur eben kalkhaltig. Ich will kein physikalisch verändertes Lebensmittel.“
Dennoch werde er „natürlich akzeptieren, wenn die Bevölkerung anderer Meinung sein sollte“.