Perchtoldsdorf

Erstellt am 27. Juli 2016, 05:00

von Christoph Dworak

Demo gegen Bebauung des alten Bahnhofes. Bürgerliste macht gegen „Betreutes Wohnen“ mobil. VP-Ortschef Martin Schuster kontert der Kritik.

Die beiden Bürgerliste-Mandatare Gabriele Wladyka und Helmuth Kittinger bei der Übergabe der Unterschriftenliste im Gemeindeamt.  |  Bürgerliste

Gabriele Wladyka von der Bürgerliste macht gegen das Projekt „Betreutes Wohnen“ beim alten Bahnhof mobil – die NÖN berichtete. Sie ist davon überzeugt, dass ebendort „wieder großvolumiger Wohnbau entstehen wird, der als Sozialprojekt getarnt ist“.

Baureferent Jan Cernelic, ÖVP, wundert sich einmal mehr über die Äußerungen Wladykas. Er merkt an, dass es „überhaupt noch keinen Plan gibt“ und betont, es sei vorerst nur beabsichtigt, die Widmung auf Sondergebiet-Personenbeförderung (Busunternehmen Felner) bzw. Sondergebiet-Sozialentwicklung zu ändern.

Aber Wladyka lässt nicht locker, hat einen 10-Punkte-Fragenkatalog an Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, inklusive einer Unterschriftenliste übermittelt, um zu verdeutlichen, dass „auch in diesem Bereich 25 Prozent Bebauungsdichte bleiben muss“. 382 Bürgerinnen und Bürger würden diese Forderung unterstützen.

Schuster will die Causa „gar nicht weiter kommentieren. Es wäre schöner gewesen, wenn Frau Wladyka mit richtigen Infos agiert hätte. Fakt ist, dass wir das Projekt bereits im Zuge einer Anrainerversammlung mit den Betroffenen diskutiert haben und auf keinen Widerstand gestoßen sind“.

Schuster: Schwerpunkte liegen woanders

Die Unterschriften seien „als Stellungnahmen zum Raumordnungs-Programm zu werten. Nicht mehr und nicht weniger. Ich bin überzeugt, dass das von Frau Wladyka jetzt so breitgetretene Thema im Ort überhaupt keines ist“, meinte Schuster.

„Für uns liegen die Schwerpunkte im Moment ganz wo anders. Etwa bei der Übernahme des ehemaligen Schwedenstift-Gebäudes, das wir im Herbst in unsere Verwaltung nehmen und zu einem Kindergarten umbauen.“

Wladyka lässt jedenfalls nicht locker und lädt am Samstag, 3. September ab 10 Uhr zu einer Kundgebung beim alten Bahnhof in der Feldgasse.