Erstellt am 14. Oktober 2015, 05:27

von Christoph Dworak

Jeder Postkasten wird zur Wahlurne. Alle wahlberechtigten Perchtoldsdorfer können über die Errichtung einer Wasserentkalkungsanlage abstimmen.

Bürgermeister Martin Schuster (r.) und Gemeinderat Alexander Nowotny setzen auf Information und die neue Form der Volksbefragung.  |  NOEN, Dworak

Bis auf die SPÖ haben alle im Gemeinderat vertretenden Parteien und Gruppierungen den Bau einer Wasserentkalkungsanlage de facto abgelehnt – die NÖN berichtete. Investitionskosten in der Höhe von geschätzten 8 Millionen Euro seien kaum zu rechtfertigen, zumal das kalkhaltige Wasser (28 Deutsche Härtegrade) nicht gesundheitsschädlich ist. Und der Wasserpreis würde pro Kubikmeter um die Hälfte in die Höhe schnellen: 1,80 statt 1,20 Euro.

Dennoch hält Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, an der Befragung der Bevölkerung fest. „Immerhin hat die SPÖ eine Liste mit mehr als 800 Unterstützungsunterschriften für eine Entkalkungsanlage vorgelegt.“ Und der Stadtchef zeigte sich höchst interessiert, „wie die neue, moderne und bürgernahe Form der Befragung“ einschlagen werde. Im Zeitraum von 16. bis 30. November sind alle (für eine Gemeinderatswahl) Wahlberechtigten aufgerufen, die mit Ja oder Nein markierten Stimmzettel per Post an die Gemeinde zu schicken oder höchstpersönlich abzugeben.

Vor– und Nachteile einer zentralen Wasserenthärtung

„Ich erhoffe mir eine Beteiligung von über 30 Prozent“, meint Schuster. Damit könne man zumindest aussagekräftige Schlüsse ziehen. Die Befragung sieht Schuster aber auch als „umfassende Aufklärungskampagne.“

Tatsächlich überlässt die Gemeinde nichts dem Zufall, wie der zuständige Gemeinderat Alexander Nowotny betonte: „Wir haben eine Informationsbroschüre zusammengestellt, in der wir über alle Vor– und Nachteile einer zentralen Wasserenthärtung informieren. Zudem gibt es am 15. Oktober um 19 Uhr einen Info–Abend im Kulturzentrum und eine weitere Möglichkeit zur Diskussion im Rahmen des Dorfdialogs am 26. Oktober in der Burg.“