Erstellt am 22. Juni 2016, 06:10

von Christoph Dworak

Kein Geld für Kirche. Finanzielle Unterstützung sei nicht „Kernaufgabe der Gemeinde“, meinen die beiden Mandatare.

Die Pfarrkirche am Marktplatz bedarf einer umfassenden Sanierung.  |  NOEN, Pam

Die Pfarrkirche am Marktplatz steht vor einer umfassenden Sanierung. Die Gemeinde wird insgesamt 60.000 Euro, die in fünf Jahresrate zu 12.000 Euro überwiesen werden, zuschießen. Die Erzdiözese gewährt ein zinsenloses, aber rückzahlbares Darlehen.

Umstände, die NEOS-Gemeinderat Günter Ringhofer, sehr kritisch hinterfragt: „Wir wissen über die Bedeutung der Kirche im Ort Bescheid und schätzen auch das soziale Engagement, wie zum Beispiel bei der Flüchtlingshilfe. Aber wir sehen es nicht als Kernaufgabe, Subventionen aus dem Gemeindebudget zu finanzieren, solange die Gemeinde selbst ihre Schulden nicht in den Griff bekommen hat.“ Das NEOS-Duo wolle sich „alle Anträge, die zu einer Belastung des Budgets führen, sehr kritisch anschauen“. Das auch angesichts der Tatsache, weil man bislang kein Einsparungspotenzial in der Höhe von bis zu zwei Millionen Euro gefunden habe, um „nicht gegen die Wand zu fahren“. Ringhofer schlägt vielmehr vor, einen Spendenaufruf zur Kirchensanierung zu starten.

Anton Plessl: "Kirche ist ein Kernelement"

SPÖ-Gemeinderat Anton Plessl schüttelte den Kopf: „Die Kirche ist ein Kernelement unseres Ortes. Daher bekennen wir uns auch zu diesem Antrag.“

Grünen-Mandatar Christian Apl schlug in dieselbe Kerbe: „Die Kirche ist ein Wahrzeichen. Das zu erhalten, ist sehr wohl Pflicht der Gemeinde.“

Auch Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, konnte der NEOS-Kritik nichts abgewinnen: „Ich halte die denkmalpflegerische Initiative sehr wohl für eine Kernaufgabe der Gemeinde.“