Erstellt am 17. Februar 2016, 06:09

von NÖN Redaktion

Perchtoldsdorf legt Feuerwerke auf Eis. Beschwerden der Bevölkerung finden Gehör. Die Gemeinde erteilt künftig keine Ausnahmebewilligungen mehr.

 |  NOEN, Symbolbild

Bürgermeister Martin Schuster, ÖVP, reagiert nun auf einen Übelstand, der Bürgerinnen und Bürger zusehends der Lärmerregung wegen ärgert und gleichsam der Umwelt nicht zuträglich ist: das Abschießen von Feuerwerken: „Waren in der Vergangenheit Feuerwerke zu Silvester konzentriert, so wird im Ort mittlerweile fast ganzjährig Pyrotechnik abgefeuert.“

Die Beschwerden aus der Bevölkerung hätten eklatant zugenommen, merkte Schuster an, was nunmehr Konsequenzen nach sich ziehen werde: „Grundsätzlich ist das Abfeuern im Ortsgebiet verboten, allerdings sieht die Gesetzeslage vor, dass mit Verordnung bestimmte Teile des Ortsgebietes vom Feuerwerksverbot einmalig ausgenommen werden können“, erklärt der Ortschef.

Generell keine Ausnahmen mehr

„Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ist aber im gesamten Ortsgebiet davon auszugehen, dass Gefährdungen und unzumutbare Lärmbelästigungen nicht auszuschließen sind, weshalb in Zukunft derartige Verordnungen und Ausnahmegenehmigungen generell nicht mehr erlassen werden.“

Betroffen davon sind – was die Gemeindebefugnis betrifft – pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 (Kleinfeuerwerke), die an Personen unter 18 Jahre weder verkauft noch verwendet werden dürfen.

Für Feuerwerke der Kategorie F3, die ohnehin nur von Personen mit behördlichem Bewilligungsbescheid gezündet werden dürfen, gilt nach wie vor: Genehmigungen obliegen der Bezirkshauptmannschaft Mödling.