Perchtoldsdorf

Erstellt am 01. Juli 2017, 09:46

"Minna" hat Saison bei den Sommerspielen.

„Eine couragierte junge Frau reist ins soeben befriedete Kriegsgebiet, um ihren verschollenen Verlobten Tellheim zu suchen. Was sie findet, ist nicht der strahlende Held von damals, sondern ein abgehalftertes Häuflein Elend, das sich in Selbstmitleid suhlt. Aus falsch verstandenem Ehrbegriff hält Tellheim sich für unwürdig, seine geliebte Minna zu seiner Frau zu machen. Tatkräftig unterstützt von ihrer Zofe Franziska erfindet Minna eine List, um dem Gutmenschen das übertriebene Ehrgefühl auszutreiben und rettet damit ihre Ehe“ – nach zwei Shakespeare-Jahren wenden sich die Sommerspiele Perchtoldsdorf unter Intendant Michael Sturminger wieder einem großen Werk des deutschen Theaters zu.

„Minna von Barnhelm“ ist die erste moderne Frauenfigur der deutschen Literatur. In Lessings Lustspiel stehen Liebe gegen Vernunft, Pflichtbesessenheit gegen Offenheit und Verbissenheit gegen Humor. Regie führt Veronika Glatzner, das Stück ist bis 29. Juli vor der Burg Perchtoldsdorf zu sehen.