Erstellt am 04. November 2015, 05:22

von Christoph Dworak

Hilfe beim S1-Crash. Notärztin Susanne Ottendorfer raste mit dem Mödlinger Rot-Kreuz-Team zur Unfallstelle nach Schwechat.

Notärztin Susanne Ottendorfer kümmerte sich auf der S1 um Verletzte.  |  NOEN, privat

Montagmorgen, kurz vor fünf Uhr auf der S1-Auffahrt auf die Ostautobahn in Fahrtrichtung Wien: ein ukrainischer Reisebus, in dem sich zum Unfallzeitpunkt – zum Glück nur – 14 Personen befinden, durchstößt in der lang gezogenen, engen Kurve die Leitplanke und dürfte sich zumindest einmal überschlagen haben. Kein Wunder: laut Polizei dürfte der Bus mit 80 statt der erlaubten 40 in die gefährliche Kurve eingefahren sein. Das habe die Auswertung des Fahrtenschreibers ergeben.

Neben dem Notarztwagen aus Schwechat und vom Flughafen wurde auch die Mödlinger Besatzung zum Unfallort alarmiert. Mit an Bord eine der erfahrensten Notärztinnen, Susanne Ottendorfer: Stützpunktverantwortliche im Landesklinikum Mödling, medizinische Leiterin von „144 Notruf NÖ“.

Zusammenarbeit mit Kollegen klappte hervorragend

„Es war kalt, wir haben gefroren“, schildert sie die ersten Eindrücke nach dem Eintreffen: Empfangen wurde die Besatzung – wie bei einem Großeinsatz vorgesehen – von einem Einweiser, ein Wagenhaltplatz wurde zugewiesen. Auch die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen aus Schwechat und vom Flughafen habe „hervorragend geklappt. Etwas, das ich von der Erfahrung her nur selten sagen kann“, merkte Ottendorfer im NÖN-Gespräch an. Was das Ausmaß des Unfalls an sich betrifft, seien alle im Großen und Ganzen glimpflich davon gekommen. „Wir mussten niemanden intubieren, nur bei drei Verletzten an Ort und Stelle Schmerztherapie in die Wege leiten.“

Insgesamt zehn Verletzte wurden ins Wiener AKH, ins SMZ-Ost sowie in die Spitäler nach Baden und Mödling gebracht. Die Unverletzten wurden von der Polizei betreut und zum Unfallhergang befragt.