Erstellt am 17. April 2016, 05:44

von Alina Burlacu

Gräber kehren heim. 2011 wurden Steinplattengräber aus dem 3. Jahrhundert gefunden. Nun werden diese ausgestellt.

Die römischen Steinplattengräber wurden im Rathaus vor dem Eingang zum Bürgerservice aufgebaut: Bernhard Pechter, Wirtschaftshof, Bürgermeister Robert Weber, SPÖ, Martin Gindl, Wirtschaftshof, Martin Pliessnig, Restaurator, Eduard Pollhammer vom Archäologischen Park Carnuntum, Restaurator Christian Gurtner und Sepp Koppensteiner vom Heimatmuseum Guntramsdorf (v.l.).  |  NOEN, Gemeinde

Im Zuge von Gleisbauarbeiten der Badner Bahn wurden im Dezember 2011 zwei römische Steinplattengräber aus dem 3. Jahrhundert gefunden. Die Gräber wurden im Stadtmuseum St. Pölten ausgestellt und nun auf Initiative von Josef Koppensteiner vom Heimatmuseum Guntramsdorfzurück in die Marktgemeinde gebracht.

Ebendort sind sie nun im Rathaus zu sehen, wie Koppensteiner stolz berichtet: „Sie zählen zu den wichtigsten Funden dieser Art in ganz Österreich. Sie waren bis August 2015 in St. Pölten ausgestellt und kamen anschließend ins Depot nach Carnuntum.“

Als Koppensteiner davon erfuhr, setzte er sich dafür ein, dass die Gräber „in die Nähe, wo sie auch gefunden wurden, zurückkommen. Die ganze Aufstellung wurde von Archäologen begleitet, mit denen wir auch permanent im Gespräch sind. Fachkundige Restauratoren und Mitarbeiter des Bauhofs halfen hier mit“.

Gräber sind bemalt

Die römischen Steinplattengräber bleiben zwar weiterhin im Besitz des Landes, sind aber eine Dauerleihgabe an die Marktgemeinde. „Das Besondere an diesen Gräbern ist, dass sie an der Innenseite bemalt sind“, betont Koppensteiner.

Die Verzierungen der aus Sandstein gearbeiteten Innenseiten bestehen aus Girlanden und floralen Motiven. Auffallend ist auch der rot bemalte Boden eines Grabes, der aus Estrich mit Ziegelmehl hergestellt ist. Die offizielle Eröffnung folgt.