Erstellt am 28. Januar 2016, 06:33

von Christoph Dworak

Wiederwahl geplatzt. Paul Strebl wurde nicht als Leiter der Rot-Kreuz-Bezirksstelle bestätigt. Er legte alle Funktionen zurück.

Nicht nur die Rot-Kreuz-Bezirksstelle Mödling, sondern auch die Führungs-Riege wird umgebaut.  |  NOEN, Christoph Dworak

Oft kommt es anders als man denkt. Denn eigentlich galt Paul Strebls Wiederwahl als Bezirksstellenleiter nur noch als Formsache. Er hatte sich im Vorfeld überreden lassen, weiterzumachen: Geschäftsführer Josef Strommer geht in Altersteilzeit, der designierte Nachfolger Thomas Pointner, bislang Organisationsleiter, stand für die Funktion des Bezirksstellenleiters nicht zur Verfügung. Und immerhin steht der Umbau der Bezirksstelle Mödling an. Alles in allem mit einem Volumen in der Höhe von drei Millionen Euro. „Der liegt mir sehr am Herzen, deshalb werde ich, wenn gewünscht, weitermachen“, meinte Strebl noch im NÖN-Gespräch.

Der Wunsch wurde nicht erhört, nicht nur Strebl flog bei der Wahl durch. Das Freiwilligen-Team konnte sich nur auf Michael Dorfstätter (bislang Schriftführer) als stellvertretenden Bezirksstellenleiter und Martha Dürauer als Schriftführer-Stellvertreterin einigen.

Dorfstätter, bekannt auch als „Laufender Rot-Kreuz-Botschafter“ und Leiter der Jugendgruppe Mödling, muss jetzt „gemeinsam mit dem Team einen hauptberuflichen Kandidaten für einen neuerlichen Wahlgang suchen und finden“.

Über die Gründe für das Scheitern des zur Wahl angetretenen Teams kann Dorfstätter nur mutmaßen: „Die Uhren zwischen der jüngeren und älteren Generation ticken eben anders.“

„Art und Weise war sehr schmutzig“

Strebl hätte grundsätzlich mit der Situation leben können: „Ich habe immer gesagt. Wenn ich nicht gewählt werde, lege ich alles zurück. Die Art und Weise, wie man gegen mich vorgegangen ist, war sehr schmutzig. Das hat mich sehr getroffen“, merkt er im NÖN-Gespräch an. Er hat bereits sämtliche Rot-Kreuz-Utensilien retourniert und auch die Ortsstellenleitung in Wiener Neudorf zurückgelegt.

Dorfstätter macht aber deutlich: „Kein Patient braucht Angst haben. Der Rettungsdienst wird weiterhin funktionieren. Auch ohne gewählte Bezirksstellenleitung.“