Erstellt am 16. Juni 2016, 05:00

von Alina Burlacu

Schutz vor Hochwasser im Bezirk Mödling. Gemeinde hat einen Plan ausarbeiten lassen. Mittelpunkt: Schutz der Menschen und ökologisches Anliegen.

V.l.: Franz Beraus, Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Wasserbau, Claudia Czvitkovich, Marktgemeinde, Johannes Haiderer, Raiffeisenlagerhaus, Erich Jenisch, Marktgemeinde, Manfred Biegler, SPÖ-Gemeinderat, Bürgermeister Robert Weber, Roman Janisch, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Guntramsdorf.  |  NOEN, Gemeinde

Die letzten Hochwasserereignisse an der Schwechat, die Guntramsdorf bedroht haben, liegen zwar einige Jahre zurück, dennoch ist die Überschwemmungsgefahr weiterhin gegeben.

Aus diesem Grund hat die Marktgemeinde ein Hochwasserschutzprojekt ausarbeiten lassen, welches mithilfe der Wasserbauabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung umgesetzt wird. Dabei soll nicht nur der Schutzanspruch der Menschen vor Hochwasser, sondern auch die ökologischen Anliegen des Gewässerschutzes mit berücksichtigt werden.

Die Schutzmaßnahmen bestehen aus einer Kombination von Dämmen, Mauern und mobilen Hochwasserschutzelementen, die entlang der Aspangbahn errichtet werden. Dadurch wird das Einströmen des Hochwasserabflusses im Bereich der Münchendorferstraße zukünftig bis zu einem hundertjährlichen Hochwasserereignis verhindert.

"Nun habne wir bestmöglichen Schutz"

Was die Schwechat dadurch an Überflutungsraum verliert, wird ihr an anderer Stelle zurückgegeben: Unterhalb der Brücke der Münchendorferstraße wird ein Uferbereich als renaturierte Flussstrecke gestaltet. Bürgermeister Rober Weber, SPÖ, berichtet: „Damit haben wir nun den bestmöglichen Schutz im Bereich der Schwechat. Bei einem Lokalaugenschein war auch die Feuerwehr vertreten, um sich persönlich einen Überblick über die Maßnahmen zu verschaffen und die Schutzwände zu begutachten.“

Unter Anleitung des Instituts für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau an der Uni für Bodenkultur wurde ein rund 1,4 Hektar großes Ufergrundstück, das die Agrargemeinschaft zur Verfügung stellt, auf das ursprüngliche Uferniveau des Gerinnelaufes abgesenkt und als dynamischer Auwald mit Nebengerinnen neu gestaltet.