Erstellt am 26. März 2016, 06:14

von Christoph Dworak

Anlauf für Garage in Mödling. Das neue Polit-Team zieht erste Bilanz und fordert ein Umdenken: Eishalle und Spitalabstellplätze müssen her!

Kultur-Stadträtin Karin Wessely mit »Panthi« - das Maskottchen wird künftig durch das MödlingerKinder.Kultur.Programm führen - Klubsprecherin Silvia Drechsler und Stadtrat Fritz Panny.  |  NOEN, Christoph Dworak

Die SPÖ hat ihr Team nach der vorjährigen (Gemeinderats-)Wahlschlappe umgekrempelt. Karin Wessely ist Paul Werdenich als Kulturstadträtin gefolgt, Fritz Panny hat die Agenden von Ex-Vize Andreas Holzmann als fürs Wasserwerk, Kläranlage und Friedhof zuständiger Stadtrat übernommen. Silvia Drechsler agiert seitdem als Klubsprecherin.

Für Drechsler ist „das Jahr eins sehr gut verlaufen“. Sie stütze sich auf mehrere Säulen. Unter anderem gibt’s eine „partizipative Klubführung. Alle sind maximal gefordert, sich zu informieren und einzubringen, dafür wurde ihnen schließlich das Vertrauen geschenkt“. Ergebnisse dieser Arbeit seien „zahlreiche Dringlichkeitsanträge im Gemeinderat und kritische Anfragen“.

Profis in ihren Ressorts

Auch die personelle Neubesetzung der Stadtrat-Funktionen habe sich bewährt, meint Drechsler: „Karin Wessely und Friedrich Panny kann man als Profis in ihren Ressorts bezeichnen.“

Und sie selbst fühle sich als Obfrau des Prüfungsausschusses als „Leiterin des Controllings der Gemeinde. Besonderes Augenmerk lege ich auf Transparenz. Es muss für jeden nachvollziehbar sein, wofür wie viel Geld ausgegeben wird“.

Nichthandeln kostet 1,2 Millionen Euro

Zwei Dinge liegen der SPÖ besonders am Herzen: Zum einen die Zukunft des Bades inklusive Eislaufplatz: „Es kann nicht sein, dass man nichts macht. Nichthandeln kostet 1,2 Millionen Euro“, verweist Drechsler auf den erneut horrenden Abgang im Budget. Panny hakt nach: „Wir brauchen eine Eislaufhalle und keine Minimallösung.“

Zum anderen wollen die Sozialdemokraten das Aus für die geplante Tiefgarage des Landesklinikums nicht hinnehmen. Die Holding hat das Projekt gestrichen, weil die vorgeschriebene Stellplatzbilanz auch ohne Garage erfüllt werde – die NÖN berichtete. „Wenn ich plötzlich alles, was teuer ist, streiche, bleiben die Anrainer auf der Strecke“, machte Drechsler deutlich. Und das werde man nicht akzeptieren. „Ein Verkehrskonzept mit Parkraumentwicklung muss her.“ Zudem wolle man rasch Gespräche mit Anrainern führen.