Erstellt am 06. Juli 2016, 04:00

von Alexander Wastl

Stefan Raser verpasst Rio. Sportschütze Stefan Raser wurde trotz Quotenplatz nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert.

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Große Enttäuschung bei Stefan Raser. Der aus Gmunden stammende Guntramsdorfer wird vom Österreichischen Schützenbund nicht für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert.

„Zurzeit bin ich einfach nur enttäuscht. Ich werde seit langer Zeit ein österreichischer Schütze sein, der selbst einen Quotenplatz erreicht, aber nicht zu Olympia darf“, so ein zerknirschter Raser. Obwohl Raser bei seinem ersten Weltcup-Einsatz im Mai letzten Jahres gleich einen „Quotenplatz“ für Olympia erringen konnte, wird dieser von einem anderen Athleten, Thomas Mathis, eingenommen.

Der ÖSB zog als Entscheidungskriterium für die „interne Qualifikation“ die 10m-EM sowie die vier Weltcups im heurigen Jahr heran – dort wurde Mathis viermal bester Österreicher im Kleinkaliber liegend. „Da waren meine Leistungen nicht wirklich gut, das weiß ich. Ich konnte nicht an die Ergebnisse der letzten Saison anschließen“, gesteht Raser ein, kann sich aber einen Seitenhieb nicht ersparen: „Ob nur die sportlichen Leistungen ausschlaggebend waren, weiß ich nicht.“

Wie es für den Schützen weitergeht, steht noch in den Sternen. „Mein großer Traum ist geplatzt. Ich werde mir jetzt in den nächsten Wochen Gedanken machen, ob ich weitermache“, so der 29-Jährige. Raser ist Weltmeister, mehrfacher EM-Medaillengewinner und österreichischer Staatsmeister.