Erstellt am 28. Oktober 2015, 12:59

von Johannes Taschler

Star-Autorin zu Gast in Achau. Niemand Geringerer als Jungschriftstellerin Vea Kaiser las in Achau aus ihrem Roman "Makarionissi". I

Vea Kaiser (sitzend) mit Barbara Würstl, Inge Larndorfer, Leiterin Sieglinde Grabner, Angela Somasundram und Andrea Winkler (v.l.).  |  NOEN, Foto: Taschler

Im Rahmen von "Österreich liest" ist es der "Öffentlichen Bibliothek Achau" gelungen, eine außerordentliche Autorin zu gewinnen. Die Rede ist von der jungen, als Shooting-Star bezeichneten Schriftstellerin Vea Kaiser, die mit ihrem neuen Roman „Makarionissi oder Die Insel der Seligen“ im Achauer Pfarrheim Halt machte.

Mit überraschend lustigen Anekdoten von ihrem taubstummen Hund, Heiratsanträgen im Flugzeug, dem Norden Griechenlands, Leichenüberstellungen und dem Mysterium um den Tod Jörg Haiders überzeugte Kaiser das Publikum im bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrsaal. Ebenso wie über ihren Sager: „Ich hasse Pferde! Der einzig akzeptable Aggregatzustand von Pferden ist als Leberkäse“, scherzte die St. Pöltnerin.

„Viele wollen mein Buch vielleicht nicht kaufen, weil es so dick ist, jedoch habe ich dann die Möglichkeit, bei jeder Lesung etwas Neues vorzutragen“, scherzt Kaiser bei der 66. von 120 geplanten Lesungen.

Die Tatsache, dass es zwischen ihrem ersten Roman „Blasmusikpop“ und ihrem neuen Werk so viele stilistische Unterschiede gibt, begründet Kaiser mit ihrer inzwischen erlangten Reife: „Dadurch, dass ich mein erstes Buch so früh heraus gebracht habe, habe ich keine andere Wahl, als in der Öffentlichkeit erwachsen zu werden. Mit den Jahren werde ich ernster und politischer. Damals meinte mein Vater noch, das Studium wäre mein Beruf, das Schreiben mein Hobby. Heute ist das umgekehrt“, erzählte sie.

Kaiser habe bereits spannende Zukunftspläne, jedoch schreibe sie gerade an der Bachelor-Arbeit ihres Lebensgefährten, der übrigens Weinbauer ist.