Erstellt am 13. März 2016, 06:19

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Ferdinand, der Stier. Gastdirigent Azis Sadikovic geht in seiner Arbeit mit dem Mödlinger Symphonischen Orchester ungewöhnliche Wege.

Azis Sadikovic (m.) mit Kurt Klar (l.) und Hermann Wawra.  |  NOEN, Gaby Schätzle-Edelbauer
Zum zweiten Mal hat das Mödlinger Symphonische Orchester (MSO) einen Gastdirigenten geladen, Motto „Wir bringen Vielfalt in die Beziehung zwischen Orchester und Dirigenten“.

Azis Sadikovic leitet am 12. März um 19.30 Uhr in der Südstadtkirche die Aufführung von Bachs Konzert für zwei Violinen, d-Moll, Schuberts Symphonie Nr. 3 und Beethovens Symphonie Nr. 2.

Junger, dynamischer, erfahrener Dirigent

Mit Sadikovic konnte ein junger, dynamischer, aber nicht unerfahrener Dirigent gewonnen werden, der das Orchester auch immer wieder mit unkonventionellen Methoden verblüfft und fordert: „Ich arbeite mit Emotionen und Bildern, etwa mit den Eindrücken aus dem Kinderbuch „Ferdinand der Stier“ etwa, bei dem es um Gefühle und Düfte geht.“

Sadikovic macht sich viel Gedanken über die Beziehung zwischen Orchester und Dirigent, dieser muss die Gabe mitbringen zu überzeugen: „Es ist ein schmaler Grat zwischen dazu gehören wollen und nicht dazu gehören dürfen.“

Die Scheu vor Fehlern abstellen

Eigentlich gebe es keinen Unterschied zum Profi-Orchester, „nur, bei den Amateuren muss man zuerst einmal die Scheu vor Fehlern abstellen, man muss das Orchester zur Musik bringen, da geht es auch um Authentizität“, so der Dirigent, „in der Musik ist es wichtig, nach den Sternen zu greifen.“

„Die Probenarbeit ist für uns ein völlig neues Erlebnis“, bestätigen Hermann Wawra und Kurt Klar seitens des Orchesters.

Eine Erfahrung ist es für beide Seiten, auch für Sadikovic, der nicht nur große Symphonieorchester dirigiert hat, sondern auch im immer im semiprofessionellen Bereich tätig war: „Davon profitiere ich nun.“