Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von Christoph Dworak

Tierball-Kosten: Martzak im Rechtsstreit. Brigitte Martzak aus Mödling gegen Fiona Pacifico-Griffini Grasser geht in die gerichtliche Verlängerung.

Brigitte Martzak, Obfrau der »Event & Plattform gegen Tierleid«, und Anwalt Udo Hansmann.  |  NOEN, Dworak

Die Mödlingerin Brigitte Martzak setzt sich seit Jahren für Tiere ein. Sie trieb Promis auf, die beispielsweise am Gnadenhof in Achau gegen Spenden die Patenschaft über Tiere übernahmen. Unter anderem konnte sie Fiona Pacifico-Griffini Grasser gewinnen.

In ihr hatte sie auch eine Partnerin parat, die ihr bei der Suche nach Sponsoren für den Wiener Tierball tatkräftig unter die Arme griff. Die Freundschaft ging nach der Veranstaltung im November 2012 in Brüche, seitdem haben die Anwälte das Wort.

Dass die Klage im Landesgericht Innsbruck – vorerst – keinen Erfolg hatte, kann Martzak „nicht fassen“, wie sie in der Vorwoche im Rahmen einer Pressekonferenz deutlich machte: „Es wurde uns quasi abgesprochen, dass wir als Rechtsträger der Veranstaltung Rechte haben.“

"Wir werden nicht aufgeben"

Neben all den Vereinen, die durch die Finger geschaut hätten, sei auch sie auf Kosten sitzengeblieben: unter anderem auf den 4.500 Euro Miete fürs Parkhotel Schönbrunn, die Pacifico-Griffini Grasser hätte übernehmen sollen.

Martzaks Anwalt Udo Hansmann ist der Auffassung, dass „es sich das Gericht leicht gemacht“ habe. Eine Klärung der Frage, was eine Schirmherrschaft rechtlich bedeute, sei nicht erfolgt. Eines stellt Hansmann aber fest: „Wir haben nie behauptet, Fiona Pacifico-Griffini Grasser hätte das Geld in die eigene Tasche gesteckt.“

Und während Hansmann gegen das Urteil berufen wird, schmiedet Martzak Pläne für die Zukunft: „Wir werden nicht aufgeben und 2016 wieder einen Tierball veranstalten. Wo, wissen wir noch nicht. Angebote gibt’s schon.“ Zudem werde sie sich um Mitgliederwerbung und diverse Aktivitäten bemühen, denn „die Tiere dürfen nicht unter unserem Rechtsstreit leiden“.