Erstellt am 24. Dezember 2015, 05:43

Tierheim Achau in Not. 200 Tiere müssen nach der Kündigung des Pachtvertrages um ihr Heim zittern. Da kein Geld für die Umsiedelung vorhanden ist, stehen sie auf der Straße.

31.000 Euro schuldet der Gnadenhof einem Energiekonzern. Sollte Popp das Geld nicht auftreiben, könnten diese Pferde bald im Dunkeln stehen.  |  NOEN, privat

Das Landestierheim verliert 2016 sein Pachtobjekt. Ein neues Areal soll im Bezirk Wien-Umgebung bereits gefunden worden sein, die Finanzierung, um ein Zuhause zu errichten, ist aber noch ausständig.

In Achau finden Tiere auf einem fünf Hektar großen Gnadenhof noch Unterschlupf. „Ich kann kaum das Futter berappen. Da weiß ich nicht, wie ich die neue Unterkunft finanzieren soll“, beteuert Evelyn Popp, die Gründerin des Riedenhofes und Lebensretterin unzähliger Tiere.

Finanzielle Unterstützung dringend notwendig

Ein Spendenaufruf auf Facebook verhallte. Anders als bei Kleintieren gibt es keine Subventionen für Großtierheime. Deshalb bestreitet Popp alles aus eigener Tasche. Bereits das Haus ihrer verstorbenen Eltern verkaufte sie, ihre Wohnung ist untervermietet. Die 50-jährige Wienerin ist selbst in den heruntergekommenen, aber nicht minder teuren Riedenhof gezogen, um die nachts ausbrechenden Tierkrankheiten zu bekämpfen.

Im neuen Zuhause soll zusätzlich ein Therapiezentrum entstehen, um auch Menschen zu helfen. Neben Kursen für Führungskräfte sollen kranke Kinder von den Tieren profitieren. „Würden mehrere Firmen jeweils 1.000 Euro zur Errichtung beitragen, könnten sie die Räumlichkeiten für Seminare nutzen“, meint Popp.

Um kurzerhand Kapital aufzutreiben, verkaufte sie ihren Pferdetransporter. Damit möchte Popp einem Schlachter zehn Esel abwerben. Mit ihren Mitteln kann sie bis dato nur einen retten. Bald könnten alle Tiere ihr Zuhause verlieren, wenn nicht genügend Geld für das neue Heim zusammenkommt.