Erstellt am 11. Juli 2016, 12:59

Schimpansen Rosi und Hiasl in Niederlande übersiedelt. Für die zwei wohl bekanntesten Schützlinge des Wiener Tierschutzvereins (WTV) hat vor kurzem ein neues Leben begonnen: Die Schimpansen Rosi und Hiasl sind in die Niederlande übersiedelt.

Schimpanse Hiasl  |  NÖN, WTV

Das gab der WTV am Montag in einer Aussendung bekannt. Rosi und Hiasl waren einst für Tierversuche von einem Pharma-Unternehmen importiert worden. Ihr Schicksal hat jahrelang Tierschützer und Gerichte beschäftigt.

Sogar die prominente Schimpansen-Forscherin Jane Goodall hat Rosi und Hiasl vor ein paar Jahren einen Besuch abgestattet. Sie sei überrascht gewesen, wie gut sie sich entwickelt hätten, freute sich der Tierschutzverein. "Nur eines konnten wir unseren Lieblingen leider nie bieten: die Gesellschaft anderer Schimpansen und die Kontakte in einer Gruppe, in der Schimpansen sonst leben", wurde WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic in der Aussendung zitiert. Deshalb suchte der Verein nach einer Möglichkeit, den nun knapp 35 Jahre alten Tieren ein Leben mit Artgenossen zu ermöglichen.

Die Wahl sei auf die Primaten-Station der Stiftung AAP in Almere gefallen. Die Stiftung betreibt ein auf Primaten spezialisiertes Tierheim. Dort werden Affen aufgenommen, die vor illegalem Handel, sonstigem Missbrauch oder nicht artgerechter Haltung gerettet wurden. Das Zentrum hat eine konstante Belegung von 400 bis 450 Tieren. Neben Schimpansen leben dort auch Pallas Eichhörnchen, Präriehunde oder Mantelpaviane.