Erstellt am 26. April 2016, 09:02

von Freiwillige Feuerwehr

Todesopfer bei Fahrzeugbrand auf der Südautobahn. In der Nacht auf Dienstag kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall mit einem Todesopfer auf der Südautobahn zwischen Guntramsdorf und Traiskirchen..

 |  NOEN, Michael Biegler / Feuerwehr Wiener Neudorf
Ein Unfall mit nachfolgendem Fahrzeugbrand hat in der Nacht auf Dienstag auf der Südautobahn (A2) ein Todesopfer gefordert. Laut der NÖ Landespolizeidirektion war ein Pkw-Lenker bei Traiskirchen gegen einen in einer Pannenbucht abgestellten Lkw geprallt. Der 54-jährige serbische Staatsbürger aus Wien verbrannte in seinem Wagen.

Der Aussendung zufolge hatte der slowakische Kraftfahrer (51), der in Fahrtrichtung Graz unterwegs war, auf dem Rastplatz Guntramsdorf keinen Platz für seinen Sattelzug gefunden. Um die vorgeschriebenen Ruhezeiten einzuhalten, steuerte er in der Folge die naheliegende, große Pannenbucht an, um dort - unerlaubterweise - zu pausieren. Er ging in der Fahrerkabine zu Bett, wurde aber um 2.06 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. Außerdem ging ein Ruck durch das Schwerfahrzeug.

Pkw steckte unter Anhänger dest

Der 51-Jährige stieg aus, um nachzuschauen, und bemerkte, dass der Anhänger in Brand stand. Es gelang ihm, den Anhänger abzukoppeln und den Lkw ein Stück entfernt abzustellen, ehe er die Feuerwehr verständigte.

Bei Löschversuchen entdeckte der Slowake einen unter dem Anhänger eingekeilten Pkw, wegen der Flammen konnte er jedoch keine Rettungsversuche unternehmen. Das Auto hatte laut Polizei durch die Wucht des Zusammenstoßes sofort zu brennen begonnen, der Lenker war im völlig deformierten und gestauchten Wrack eingeklemmt.

Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf, die mit mehr als 50 Mitgliedern im Einsatz stand, löschte den Brand gegen 2.38 Uhr. Anschließend wurde der Anhänger mit Hilfe eines Krans so hoch angehoben, dass der ausgebrannte Kleinwagen herausgezogen werden konnte. Dem Lenker war nicht mehr zu helfen. Aufgrund der Lösch-, Berge- und Aufräumarbeiten war der erste Fahrstreifen in Fahrtrichtung Graz im Unfallbereich bis 5.40 Uhr gesperrt.

Härteste Aufgabe erst nach der Bergung

Nach erster Unfallaufnahme durch die Autobahnpolizei übernahm die Feuerwehr die Bergung des feststeckenden Pkw. Dazu wurde mit dem Ladekran des schweren Rüstfahrzeug (SRF) Wiener Neudorf der ausgebrannte Anhänger angehoben und der Kleinwagen mit der Frontseilwinde des SRF Guntramsdorf hervorgezogen.
 
Zum Ende des Einsatzes folgte die psychisch schwerste Arbeit für die freiwilligen Feuerwehrmänner: gemeinsam mit der Bestattung musste die verbrannte Leiche aus dem Fahrzeug befreit werden.

Erst gegen 6:00 Uhr früh konnte der Einsatz beendet und die Einsatzbereitschaft der beiden Feuerwehren wieder hergestellt werden. Insgesamt standen mehr als 50 freiwillige Feuerwehrmitglieder im Einsatz.