Erstellt am 25. Dezember 2015, 07:38

von Gaby Schätzle-Edelbauer

Valenta ist Dechant. Aus 14 Pfarren werden vier: Dechant und Pfarrer von Brunn Adolf Valenta sieht sich in einer vermittelnden Position.

Pfarrer und Dechant Adolf Valenta: „Die Besonderheit des Raumes Mödling klar machen.“  |  NOEN, Plank

Geraume Zeit war Adolf Valenta, Pfarrer von Brunn, schon stellvertretender Dechant. Nachdem der bisherige Dechant, Pater Konrad Stix, im Frühjahr sein Amt zurücklegte, wurde Valenta, mit 36 Jahren einer der jüngsten Priester des Dekanats, zu seinem Nachfolger ernannt.

Und es gibt viel zu tun, denn die Erzdiözese Wien hat die Schaffung von „Entwicklungsräumen“ gestartet: im Brunner Fall bedeutet das eine Zusammenlegung mit Hinterbrühl und Maria Enzersdorf. Bis 2019 sollen die Pfarren freiwillig zusammenwachsen, dann gibt es Verordnungen. „Es hat keine einzige Pfarre dieser Maßnahme zugestimmt, von dieser Form und Intensität ist niemand begeistert“, gibt Valenta zu.

"Besonderheit des Raumes Mödling bewusst machen"

Für seine neue Funktion bedeutet dies eine sensible Gratwanderung zwischen den Wünschen der Diözesanleitung, die es als Erleichterung in Sachen Administration sieht, und der Wahrung der Interessen der Pfarre.

„Meine Aufgabe besteht darin, die Besonderheit des Raumes Mödling bewusst zu machen, wonach dieser sowohl eine große Bevölkerungsdichte aufweist, als auch nach wie vor eine große gesellschaftliche Verankerung der Kirche feststellbar ist. Letztere droht durch die Veränderungen verloren zu gehen“, so Valenta, der sich in einer vermittelnden Position sieht, „aber auch darin, auf die Chancen eines Wandels hinzuweisen. Wir sind darum bemüht, so lange es geht darauf hinzuweisen, welche Vorteile selbstständige Pfarren haben“.

Zum oft gehörten Argument, bei einer Zusammenlegung der Pfarren würden sich die privaten Spender, die ihr Geld der eigenen Pfarre zukommen lassen wollen, in Zurückhaltung üben, meint Valenta: „Es ist klar, dass bei einer Fusion die Bedenken wachsen, dass das für die eigene Pfarre gedachte Geld im Großraum aufgehen können.“