Erstellt am 10. Dezember 2015, 19:48

von Raphaela Edelbauer

Versorgungsengpass: Alternativen gefragt. Nach dem Konkurs von Zielpunkt wird für die Bewohner der Südstadt das Einkaufen bald problematisch.

 |  NOEN, zVg

Vor dem Hintergrund der Zielpunkt-Pleite zeigt sich im EKZ-Südstadt momentan ein trauriges Bild: In SachenNahversorger wird es eng, die Bank Austria Filiale ist zu, auch der Postpartner hat vor einiger Zeit geschlossen.

Nun ist eine gewisse Beunruhigung bei den Anrainern spürbar. Südstadtbewohner Peter Lerchenmüller lässt in einem offenen Brief wissen: „Die Nahversorgungslücke hat aufgezeigt, wie schnell sich unvorhergesehene Entwicklungen zu einem Problemfall für eine gesamte Gemeinde vernetzen können.“

Maßnahmen sollen gesetzt werden

Die hat indessen bereits reagiert: Ortschef Hans Zeiner, ÖVP, erklärt, dass ein Gemeinderatsbeschluss Abhilfe schaffen soll: „Es war quasi ein Allparteienantrag, damit wir je nach Situation Maßnahmen setzen können. Für den Fall, dass es keinen Markt mehr gibt, wird es eine Taxi-Sonderkarte geben, mit der alle gehbehinderten oder nicht mobilen Bürger kostenlos in der Zone 1 einkaufen fahren können. Falls jemand interimistisch einen Markt dort weiterführt, unterstützt die Gemeinde dies mit einem Mietkostenzuschuss für 2016 in der Höhe von 20.000 Euro.“

Die Eigentümer des EKZ, die Firma Conwert, plant indessen die langfristige bauliche Neugestaltung des Areals: Neben einer Verlagerung des Supermarktes Richtung Parkplatz wird auch eine Neuordnung der Parklage angestrebt. Momentan befindet man sich in der Ausarbeitung der Detailpläne.

Die fertige Lösung soll den Einwohnern der Südstadt 2017 zur Verfügung stehen.